Weihnachtlich, Uetliberg

Zürich City, 21.11.2020

Uetliberg am Sonntag, 22.11.2020

Zürichs Hausberg, der Üezgi. 451 m.ü. Zürichsee, 870 m.ü. Meer.

Webcam: https://uetliberg.roundshot.com/

Die Sicht war spaktakulärer, der Sonnenuntergang traumhaft.
Dazu der erste Glühwein der Saison.

Beim Abstieg war es schon dunkel im Wald. Doch meine Freundin führte mich sicher zurück in die Stadt. Danke.

Zürichhorn am Montag, 23.11.2020

Spaziergang zum Zürichhorn

Städtetrip nach Biel und Solothurn

Städtetrip nach Biel und Solothurn

Die erste Überraschung erwartete uns bereits am Bahnhof. Über die Kunstinstallation las ich in der Presse.

Als Teenie liebte ich es in Biel zu shoppen. Es gab coole Boutiquen, das welsche Flair faszinierte mich. Die Altstadt hingegen interessierte mich nicht. Dieses Mal aber wollte ich sie entdecken und war total beeindruckt:

Auf der Shoppingtour entdeckten wir einige spezielle Geschäfte . Das besondere Ambiente dieser Stadt fühlten wir beim Lunch in einem Strassencafé.
Auf dem Weg zum See machten wir es uns auf Liegestühlen bequem, die auf Parkfeldern installiert waren als Teil der Kunstausstellung.
Dann glitzerte der See vor uns und zog uns magisch an. Das Strandrestaurant ist ein Traumort mit Sand, Liegen und Bars. Was für ein Feeling!

Auf der Heimfahrt machten wir in Solothurn einen Stopover, besichtigten die Altstadt, dinierten auf einem romantischen Platz, bevor wir uns an der Aare ins Nachtleben stürzten.

Ein wunderbarer Tag! Da verschmerzten wir es, die Street Parade zu Hause verpasst zu haben.

Von Ullapool via Edinburgh nach Hause

Am Frühstückstisch mit Meerblick führten wir spannende Gespräche mit einem Reisenden aus London und der Hauherrin. Sie hat kein Auge für Schottlands Schönheiten, vermisst die Kultur. Um einen neuen Film zu sehen, muss sie zweieinhalb Stunden lang fahren bis zum nächsten Kino. Einmal pro Monat wird im Wartesaal des Docks ein alter Film gezeigt. Alle paar Monate kommt das fahrende Kino vorbei, klappt die Leinwand aus und zeigt einen aktuellen Film in einem Raum für ca. 80 Zuschauer. Später sahen wir am Strassenrand im Nirgendwo eine fahrende Bibliothek.

Einheimische mögen Abgeschiedenheit oft als Entbehrung empfinden, uns fasziniert sie durch unberührte Natur. Auf unserer Rundreise durch den Norden legten wir mit dem Auto 870 Kilometer zurück. Die Strasse ist meistens eine single track road, kreuzen ist nicht möglich. Allerdings sind die Strassen recht übersichtlich, die nächste Ausweichstellen meist sichtbar. Trotzdem erfordert das Fahren die volle Aufmerksamkeit des Lenkers. So hielten wir immer wieder an, damit auch ich die Landschaft geniessen konnte. Dabei kamen wir mit anderen Touristen ins Gespräch, oft Schweizer.

Auf der Weiterfahrt konnten wir uns kaum sattsehen. Das Wetter war perfekt, meine Tochter nahm sogar ein Bad am White Beach.

Mal Lust, in einem Leuchtturm zu wohnen? Da hätten wir einen Tipp:

Bis Durness beeindruckte und faszinierte uns die Landschaft immer wieder aufs Neue.

Zum Glück kriegten wir noch die letzten Betten im Ort, ein «Notfallzimmer» im Hostel, kaum grösser als das Kajütenbett. Von der Veranda und vom Aufenthaltsraum konnten wir den Sonnenuntergang miterleben. Am Morgen holten wir uns im Shop Cappuccino und Croissants und frühstückten am noch menschenleeren Strand.


Nach der Besichtigung der nahen Höhle fuhren wir am Ufer eines Sees durch eine endlos scheinende Gegend, kaum ein Auto kam uns entgegen. Für einen Teil der Strecke wählten wir die noch engere Strasse und fühlten uns fast etwas einsam.


So empfanden wir später Inverness als hektisch, besichtigten die Stadt mit den eindrücklichen Bauten nur kurz.

Loch Ness hatte ich mir ganz anders vorgestellt, viel kleiner! Leider führt kein Weg am See entlang. Von der Hauptstrasse oberhalb ist das Schloss zu erreichen. Auf eine Besichtigung verzichteten wir, genossen jedoch den Blick auf die Umgebung.


In Nairn fanden wir ein schönes B&B am Meer, nach einem Strandspaziergang und Stadterkundigung dinierten wir mit Meerblick direkt neben unserer Unterkunft. Danach genossen wir den Sonnenuntergang.

Da wir am Morgen zeitig wegfuhren, konnten wir den Umweg über die Berge nach Fort William fahren, wo wir das Auto um 12 Uhr zurückbringen mussten. Die Gegend war total faszinierend: Wälder, Seen, einsame Hochebenen, wunderschöne Dörfer, subtropische Flora, ……

Kurz vor der Stadt bestaunten wir ein Ski- und Snowboard-Paradies. Jetzt im Sommer scheint es ein Hotspot für Biker zu sein. Sie lassen sich mit der Gondel hochfahren und geniessen dann den downhill course.

Wir stellten das Auto exakt zur Zeit auf dem Parkplatz ab und kauften gleich Tickets für den Bus nach Edinburgh via Glasgow. Dritte Fahrt mit ÖV, und auch dieses Mal ein Zwischenfall. Am See standen wir fast eine Stunde an Ort, nachdem sich vor uns ein Unfall ereignet hatte. Ein Motorrad prallte frontal in ein entgegenkommendes Auto (oder umgekehrt?). Nach dem Umsteigen in Glasgow informierte uns der Bus-Chauffeur nach kurzer Fahrt über eine Panne, sein Kollege wird uns bald mit einem anderen Car abholen. So sonnten sich die meisten Passagiere im frisch gemähten Gras und erreichten das Ziel leicht verspätet.
Im Abendlicht fuhren wir in Edinburgh ein. Ich war total begeistert. Selten sah ich eine so schöne Stadt.

Am nächsten Morgen nahmen wir an einer zweieinhalbstündigen Tour teil, zu Fuss. War total interessant. Danach streiften wir nochmals zu den schönsten Orten.

Im Museum erblickten wir Dolly, das geklonte Schaf.

Dolly unten rechts im Bild


Natürlich begleitete uns Harry Potter auf Schritt und Tritt.

Der Geburtsorts von Harry Potter. Hier schrieb J.K. Rowling die ersten Bücher
George Heriot’s School


Dann nahm die Reise ein abruptes Ende. Wir planten am Samstag und Sonntag Liverpool zu entdecken, danach ein bis zwei Tage für die Heimreise per Bahn via London und Paris. So setzten wir uns am Freitagabend entspannt ins Pub und wollten Bahn und Hotel buchen. Doch mit der Kreditkarte klappte es einfach nicht. Busse waren übers Wochenende ausgebucht. Wir fragten uns, ob das auch beim Eurostar und TGV der Fall sein könnte? Ich fühlte mich plötzlich in der Falle und gestresst. Da brauchte ich echt einen Whiskey. Zu später Stunde buchten wir die letzten Plätze in einem Easyjet-Flug nach Basel am Samstag um 07.40 Uhr. So hiess es schnell packen und kurz schlafen. Hat dann alles bestens geklappt. Flexibilität und Spontanität haben manchmal ihren Preis. Aber es ist fast immer perfekt, wie es sich ergibt.


Diese drei Wochen in Irland und Schottland waren traumhaft schön. Bezaubernde Landschaften, einsame und unberührte Natur, eindrückliche Bauwerke und nette Menschen. Doppelt so viel Zeit wäre ideal. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich die Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet habe.

Von Belfast nach Ullapool

Auf die Bahnfahrt von Dublin nach Belfast freuten wir uns riesig. Doch leider mussten wir bereits in Newry in Busse umsteigen, weil die weitere Bahnlinie gesperrt war.
Die Grenze nach GB passierten wir unbemerkt. Wie das nach dem Brexit sein wird?
Wir checkten ein und streiften danach bis fast zum Umfallen durch die City. Architektonisch wechseln sich historische Gebäude, moderne Architektur und ungepflegte Bauten auf engstem Raum ab.

Die Fussgängerzonen laden zum Flanieren, Strassenmusiker unterhalten die Passanten, einige Lokale beeindrucken mit faszinierender Location, wie das Revolución de Cuba, oder verwirren mit aussergewöhnlichem dress code. Erstaunlich ist die Farbe der doppelstöckigen Busse: pink!
Das wusste ich gar nicht: die Titanic wurde in Belfast gebaut. Drei Stunden dauerte der interessante Rundgang durch das Museum.

Hier stand die Titanic beim Wassern.

Die Nomadic ist das letzte Schiff der H&W-Werft. Es diente den Titanic-Passagieren vom Kontinent als Zubringer und stand bis 2006 in Paris.


Belfast – IRA – Gewalt! Daran erinnern die Peace walls im Westen der Stadt.

War das einst der Wachturm?

Das Nachtessen konnten wir kaum erwarten. Hier bin ich abends richtig hungrig, denn den hiesigen Kuchen kann ich bestens widerstehen.

Die Reise nach Glasgow war auf dem Reisebüro im Bahnhof schnell gebucht und erstaunlich günstig: Per Bus zum Dock, zweieinhalb Stunden Fähre und nochmals etwa so lange mit dem Bus nach Glasgow. Wie Ferien!

Rätsel gelöst! Wir wunderten uns wie auch die Angestellten des Hostels in Belfast, die uns bei der Hotelsuche halfen, warum alle bezahlbaren Hotels in Glasgow ausgebucht sind. Gestern spät fanden wir dank einer Annullation noch ein Kajütenbett in einem 4er-Zimmer für Fr. 50.-/Person, ohne Frühstück – Pink is in town! Unsere Zimmerkolleginnen kamen mitten in der Nacht und erzählten am Morgen begeistert vom tollen Konzert.
Gestern bot der Walk zum Hostel bereits eine Stadtbesichtigung.
Samstagnacht! Woww, wie die Girls und Damen hier special outfits, die fast nichts verhüllen, in den Ausgang gehen!!! Später schauten wir nochmals die Stadt an und assen wieder vorzüglich vegetarisch, südamerikanisch.

Die Stadt gefällt mir sehr gut. Riesige Gebäude, Fussgängerzonen, night life, Shops der feinsten Marken, Bar an Bar, ….

Es wäre zum Aushalten. Doch Harry Potter ruft…. Nach knapp vier Stunden Fahrt erreichten wir Fort William. Während der Fahrt tauchen wir erstmals ein in die schottische Landschaft.

Spontan beschlossen wir die Fahrt zu verlängern nach Mallaig. Ob Harry Potters Zauber uns bereits hier traf? Nach kurzer Fahrt streikte die Diesel-Lokomotive. Nach einigem Hin und Her konnten wir zwar reisen, bloss der Aufenthalt in Mallaig war noch viel kürzer.

Nach dem Znacht in Fort William erlebte ich erstmals Karaoke. Das war die Gelegenheit, endlich mal Whiskey zu probieren. Ich wählte Sour. Schön sah es aus – ich bleibe zukünftig dennoch bei Rotwein.

Wir hatten Glück und kriegten doch noch ein Mietauto. Nach einem halbstündigen Marsch entlang der stark befahrenen Ausfallstrasse bei Wind und Regen wurde uns erst als einzige Option ein 7-Plätzer angeboten. Als wir eine andere Vermietung anriefen wollten, klappte es doch noch auf 12 Uhr. Perfekt getimt um noch zu frühstücken, Geld wechseln, auschecken und am Bahnhof das Auto erwarten. Was für ein Gefühl: on the road again und unabhängig.
Die Landschaft ist einzigartig, die Stimmung mystisch bei Nebel und Nieselregen. Und dann taucht es vor uns auf, im See: das Eilean Donan Castle, bekannt aus Filmen wie Highlander.

Die Fahrt nach Ullapool führte durch wunderschöne Landschaften, unberührte und praktisch menschenleere Natur, vorbei an vielen Seen, eingebettet in grüne Berge.

Gleich nach der Einfahrt in die Küstenstrasse erblickten wir ein wunderschön romantisches B&B. Empfangen wurden wir vom Hausherrn im Kilt.

Von Galway nach Dublin

Von Galway nach Dublin

Galway zeigte sich von der regnerischen Seite. Entsprechend kurz fiel unsere Stadtbesichtigung aus. Auf dem Rückweg zum Hotel zog auch noch ein Gewitter über die Stadt.

Nach der Nacht im 4*-Hotel waren wir total erholt und gestärkt. Nach einem full Irish vegetarian breakfast eroberten wir gleich das Dunguaire Castle.

Die Küste faszinierte immer wieder und lockte zu kurzen Stopps.

Tagesziel waren die Cliffs von Moher. Wir wanderten und balancierten am Abgrund von einem Ende bis fast zum anderen und zurück, wohl etwa 10 km weit.

Das nächste Ziel, den Ring von Beara, wollten wir auf direktem Weg erreichen und checkten am Weg, in Rathkeale in einem traditionellen Hotel ein.

Wir fragten den Rezeptionisten nach den Hotspots im Zentrum. Er meinte, wir hätten es in zwei Minuten gesehen. Wir fanden jedoch ein Pub und gesellten uns zu den einheimischen Herren.

Unseren letzten Tag mit Mietauto genossen wir ausgiebig! In Killarney hielten wir nicht an, wunderten uns über die vielen Touristen, Pferdekutschen, Hotels, usw. Einzig der Wasserfall in der Nähe lockte zu einem kurzen Spaziergang. Der Nationalpark beeindruckt mit subtropischer Fauna, Seen, Bergen und einsamen Gegenden.

Ich hoffte, dass die Strasse des Rings of Barea in den letzten zwanzig Jahren mal verbreitert wurde. Damals schlitzten wir beim Ausweichen einen Pneu auf. Doch leider hat sich nichts geändert. Zum Glück hatten wir wenig Gegenverkehr! Kreuzen ist nicht möglich, es gibt immer mal wieder Ausweichstellen. Die Strasse ist sehr kurvig und unübersichtlich. Die Fahrt war entsprechend anstrengend, fast im Schritttempo.

Nach 40 Kilometern von 160 erreichten wir endlich einen kleinen Ort mit Café, Eyeries – wie froh ich war! So gut schmeckte ein Schoggikuchen selten!

Nach weiteren 30 km erreichten wir den äussersten Punkt der Halbinsel. Von dort verbindet eine Schwebebahn die Nachbarinsel Dursey Island. Sowas habe ich noch nie gesehen!

Als wir zurück auf der «Hauptstrasse» fuhren, wurde diese doch etwas breiter und übersichtlicher, bald sogar zu einer Schnellstrasse. So erreichten wir Cork zwar müde, aber fast ohne Verkehr. Die Hotels waren alle ausgebucht, doch eine Pizza bzw. Gnocchi mussten schon sein um die letzten Kilometer zu einem B&B zu schaffen.
Pünktlich brachten wir das Mietauto am nächsten Tag unbeschadet zurück. Wir fuhren 1’880 Kilometer. Mit dem ÖV-Bus fuhren wir in Dublins Zentrum, zum gebuchten Hostel mit typischer Einrichtung:

Meine Tochter kannte die Stadt ja schon und führte mich zu den schönsten Plätzen.

Beim Theater kauften wir spontan Karten für Riverdance. Sehr eindrücklich.

Das war unser letzter Tag in Irland. Am Donnerstag reisten wir nach Belfast weiter.

Spezielles zu Irland

Wisst ihr, warum hier Linksverkehr herrscht? Wir fanden dazu eine Erklärung:

Die Irländer sind sehr freundlich und hilfsbereit. Kaum blieben wir mal stehen und schauten uns um, fragte gleich jemand: Are you lost? Und schon kriegten wir Tipps für Restaurants oder wo wir das Gesuchte finden können.

Das Reisen ist sehr angenehm, alles funktioniert bestens, Autos sind wenige unterwegs, im Stau standen wir nie.
Hotels und Tickets werden online gebucht. Bahntickets kosten so scheinbar weniger als die Hälfte als am Ticket-Automaten. Dort wird das online gebuchte Ticket mit dem erhaltenen Code ausgedruckt.

Über das irische Essen kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich wann immer möglich weder Fleisch noch Fisch esse. Ein Vegi-Frühstück nach Art des Landes sah im 4*-Hotel so aus:

Ein irisches von der Menu-Karte:

Ansonsten genoss ich thailändisch, persisch, libanesisch oder indisch – es schmeckte jeweils köstlich und war relativ günstig.

Auffällig auf den Menu-Karten sind die vielen Nummern für jegliche Arten von Allergien. Praktisch überall werden vegane Menüs angeboten.

Preise

Die Auto-Miete fand ich sehr günstig, bei Bezahlung mit der «alten» Coop Supercard gibt es Rabatt. Der Benzinpreis entspricht in etwa jenem in der Schweiz.
Das Essen ist erstaunlich teuer, fast wie bei uns.
Für B&B bezahlten wir € 25.- bis € 99.- pro Nacht, im 4*-Hotel €145.-.
Da es hauptsächlich Natur zu bewundern gibt, bezahlten wir kaum Eintritte.

2019 – Irland und Schottland

2019 – Irland und Schottland, 1. bis 29. Juni

Von Dublin nach Galway

Mein erster Flug seit sieben Jahren: Welcome im digitalen Reise-Zeitalter! Ich erinnerte mich an die Worte: Reisen fordert und bildet. Die Challenges schaffte ich ohne grössere Probleme und traf pünktlich zum Nachtessen in Bundoran beim Surfcamp ein, nach dreistündiger Fahrt von Dublin mit dem Mietauto im Linksverkehr.
Sofort fühlte ich mich um Jahrzehnte in meine Reisezeit zurückversetzt: Rundum junge Leute aus aller Welt. Meine Tochter kennt fast jeden, wechselt hier ein Wort in Schweizerdeutsch, dort in deutsch oder englisch. Wir sitzen am Gemeinschaftstisch, bereiten das Essen in der Küche zu.
Für einen kurzen Spaziergang zum Beach reicht es, bevor wir die Filmvorführung im Café nebenan besuchen.

Der ca. 20m2-Raum ist voll besetzt, es gibt Gratis-Bier aus der Region. Während ich den ersten Viertel der Dose genoss konnte ich nicht verstehen, warum ich Gerstensaft nie mochte. Eine halbe Stunde später war mir alles klar. Doch ein Guiness werde ich schon noch degustieren.
Der Film beeindruckt und berührt, obwohl mir die Problematik der Fischzucht seit Jahrzehnten bewusst ist. Eine empfehlenswerte Dokumentation: https://eu.patagonia.com/lt/de/artifishal.html.
Danach genossen wir einen ausgedehnten Spaziergang am Meer und über die Dünen.


Der Surf-Beach

Erstaunlich, dass die Sonne erst um ca. 23 Uhr im Meer versinkt dank der nördlichen Lage und Zeitverschiebung (??).
Am Morgen brachen wir Richtung Norden auf, zu den höchsten Klippen Europas. Ob jene dazu gehörte, welche wir aus einiger Distanz sahen?
Doch erst warfen wir einen Blick auf den «Silver Strand».

Der kalte Wind blies uns fast davon, es regnete leicht. So nahmen wir doch kein Bad und beschlossen in Ardara Richtung Süden zurück zu fahren. Die Landschaft zeigt sich oft einsam und karg. Die Strassen sind eng und kurvig. Eben genauso, wie ich mir diese Gegend vorstelle.

In Donegal erhofften wir uns vom Tourist Office Informationen über beeindruckende Sehenswürdigkeiten, auch im englischen Nordirland, doch die nette Dame kannte lediglich ihre Stadt und die nächste Umgebung. Ihr Tipp für den Lunch war allerdings sehr gut: bakery (home made) mit leckeren Snacks.

Sligo ist ein nettes Städtchen. Wir bummelten durch die Strassen und beobachteten die Szenerie aus einem Café.

Uns fielen weisse Vogel-Motive in verschiedenen Ausführungen auf, als Mobiles, über Strassen schwebend, auf Wände gemalt und plötzlich vor unseren Füssen am Boden mit einem Gedicht, das uns sehr berührte. Wir standen direkt vor einem Museum des Autors, traten ein und wurden sogleich nett in Empfang genommen von einem älteren Herrn, der uns Leben und Werk des Dichters und Nobelpreisträgers W.B. Yeats näherbrachte. An diesem 13.6. wäre sein Geburtstag. Daher fand eine Lesung statt, die wir leider verpassten. Die Torte und die verbliebenen Scones lockten, doch ich hielt mich zurück.

Für die Fahrt nach Ballina wählten wir meist die Route am Meer und genossen tolle Ausblicke auf Strände und Wellen. Vor Ort waren alle Hotels ausgebucht. Schliesslich landeten wir in einem abgelegenen B&B vor Enniscrone, ein nettes Seebad, wo wir das Dinner genossen.

Freitag

Unsere nette Gastgeberin servierte uns ein vielseitiges Frühstück, das uns stärkte für die Fahrt zum Wild Nephin Ballycroy National Park. In der Cafeteria des Visitors Centers konnten wir den herrlichen Kuchen nicht wiederstehen, bevor wir zur knapp einstündigen Rundwanderung aufbrachen.

Über eine kurze Brücke verliessen wir das Festland und erkundeten die Achill Island. Wunderschöne Fahrt entlang des Meeres, atemberaubende Aussichten von Hügeln auf Schafe und die Küste.

Unser Mietauto

Als wir das Deserted Village erblickten, entschieden wir uns zu einem Spaziergang.

Auf der Fahrt zur Keemer Bucht fasziniert immer wieder der Blick auf die Küste. Einige Kälteresistente badeten tatsächlich am Sandstrand.

In Westport fanden wir ein Zimmer in einem B&B am Hafen. Nach einem Abendspaziergang mit Sonnenbad tauchten wir in das irische Nachtleben ein und genossen Livemusik im Pub. Mein erstes Guiness schmeckte mir zu Beginn ….. Es gibt hier auch Rotwein.

Samstag

Ab Westport folgten wir der Touristenstrasse, vorbei an wunderschönen Seen, Wasserfällen und Fjorden.

Bei Kylemore Abbey bewunderten wir erst den viktorianisch angelegten Garten. Die Abbey selber enttäuschte uns, bloss im Erdgeschoss sind wenige Räume zu besichtigen. Umso schöner der Spaziergang zur Kathedrale und dem Mausoleum, wo die früheren Besitzer ihre letzte Ruhe fanden. Die Hausherrin und Mutter von neun Kindern starb während einer Reise in Ägypten an Ruhr. Sie wurde nur 45 Jahre alt.

Beim Bewundern des Gartens ahnten wir noch nicht, dass wir wenige Stunden später auf dem Berg im Hintergrund stehen würden.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Connemara Nationalpark und schnürten die Wanderschuhe. Spontan entschieden wir uns zum zweieinhalb Stunden dauernden Upper Diamond Hill Walk.

Blick auf Kylemore Abbey

Durch wunderschöne und verlassene Landschaften erreichten wir Clifden zum perfekten Zeitpunkt: vor exakt 100 Jahren landete hier John Alcock nach dem ersten geglückten Transatlantikflug der Geschichte. Entsprechend wurde gefeiert und auf der Strasse getanzt.

Wir liessen den Abend zu später Stunde in einem Pub mit Livemusik ausklingen.

Der Sonntag zeigt sich regnerisch. Die Fahrt über drei Inseln bis nach Lettermullan bot trübe Panoramen. Erstmals sahen wir Autokolonnen. Am Meer bei Galway stauten sich die Touristen. Das Outfit vieler Besucher liess auf ein baldiges Match schliessen. Wir flüchteten vor dem Rummel und checkten ausnahmsweise bereits am Nachmittag ein. So konnten wir mal chillen bzw. den Reisebericht schreiben.
Das Städtchen ist wunderschön und entsprechend touristisch.

Von Galway nach Dublin

Galway zeigte sich von der regnerischen Seite. Entsprechend kurz fiel unsere Stadtbesichtigung aus. Auf dem Rückweg zum Hotel zog auch noch ein Gewitter über die Stadt.

Nach der Nacht im 4*-Hotel waren wir total erholt und gestärkt. Nach einem full Irish vegetarian breakfast eroberten wir gleich das Dunguaire Castle.

Die Küste faszinierte immer wieder und lockte zu kurzen Stopps.

Tagesziel waren die Cliffs von Moher. Wir wanderten und balancierten am Abgrund von einem Ende bis fast zum anderen und zurück, wohl etwa 10 km weit.

Das nächste Ziel, den Ring von Beara, wollten wir auf direktem Weg erreichen und checkten am Weg, in Rathkeale in einem traditionellen Hotel ein.

Wir fragten den Rezeptionisten nach den Hotspots im Zentrum. Er meinte, wir hätten es in zwei Minuten gesehen. Wir fanden jedoch ein Pub und gesellten uns zu den einheimischen Herren.

Unseren letzten Tag mit Mietauto genossen wir ausgiebig! In Killarney hielten wir nicht an, wunderten uns über die vielen Touristen, Pferdekutschen, Hotels, usw. Einzig der Wasserfall in der Nähe lockte zu einem kurzen Spaziergang. Der Nationalpark beeindruckt mit subtropischer Fauna, Seen, Bergen und einsamen Gegenden.

Ich hoffte, dass die Strasse des Rings of Barea in den letzten zwanzig Jahren mal verbreitert wurde. Damals schlitzten wir beim Ausweichen einen Pneu auf. Doch leider hat sich nichts geändert. Zum Glück hatten wir wenig Gegenverkehr! Kreuzen ist nicht möglich, es gibt immer mal wieder Ausweichstellen. Die Strasse ist sehr kurvig und unübersichtlich. Die Fahrt war entsprechend anstrengend, fast im Schritttempo.

Nach 40 Kilometern von 160 erreichten wir endlich einen kleinen Ort mit Café, Eyeries – wie froh ich war! So gut schmeckte ein Schoggikuchen selten!

Nach weiteren 30 km erreichten wir den äussersten Punkt der Halbinsel. Von dort verbindet eine Schwebebahn die Nachbarinsel Dursey Island. Sowas habe ich noch nie gesehen!

Als wir zurück auf der «Hauptstrasse» fuhren, wurde diese doch etwas breiter und übersichtlicher, bald sogar zu einer Schnellstrasse. So erreichten wir Cork zwar müde, aber fast ohne Verkehr. Die Hotels waren alle ausgebucht, doch eine Pizza bzw. Gnocchi mussten schon sein um die letzten Kilometer zu einem B&B zu schaffen.
Pünktlich brachten wir das Mietauto am nächsten Tag unbeschadet zurück. Wir fuhren 1’880 Kilometer. Mit dem ÖV-Bus fuhren wir in Dublins Zentrum, zum gebuchten Hostel mit typischer Einrichtung:

Meine Tochter kannte die Stadt ja schon und führte mich zu den schönsten Plätzen.

Beim Theater kauften wir spontan Karten für Riverdance. Sehr eindrücklich.

Das war unser letzter Tag in Irland. Am Donnerstag reisten wir nach Belfast weiter.

Spezielles zu Irland

Wisst ihr, warum hier Linksverkehr herrscht? Wir fanden dazu eine Erklärung:

Die Irländer sind sehr freundlich und hilfsbereit. Kaum blieben wir mal stehen und schauten uns um, fragte gleich jemand: Are you lost? Und schon kriegten wir Tipps für Restaurants oder wo wir das Gesuchte finden können.

Das Reisen ist sehr angenehm, alles funktioniert bestens, Autos sind wenige unterwegs, im Stau standen wir nie.
Hotels und Tickets werden online gebucht. Bahntickets kosten so scheinbar weniger als die Hälfte als am Ticket-Automaten. Dort wird das online gebuchte Ticket mit dem erhaltenen Code ausgedruckt.

Über das irische Essen kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich wann immer möglich weder Fleisch noch Fisch esse. Ein Vegi-Frühstück nach Art des Landes sah im 4*-Hotel so aus:

Ein irisches von der Menu-Karte:

Ansonsten genoss ich thailändisch, persisch, libanesisch oder indisch – es schmeckte jeweils köstlich und war relativ günstig.

Auffällig auf den Menu-Karten sind die vielen Nummern für jegliche Arten von Allergien. Praktisch überall werden vegane Menüs angeboten.

Preise
Die Auto-Miete fand ich sehr günstig, bei Bezahlung mit der «alten» Coop Supercard gibt es Rabatt. Der Benzinpreis entspricht in etwa jenem in der Schweiz.
Das Essen ist erstaunlich teuer, fast wie bei uns.
Für B&B bezahlten wir € 25.- bis € 99.- pro Nacht, im 4*-Hotel €145.-.
Da es hauptsächlich Natur zu bewundern gibt, bezahlten wir kaum Eintritte.

S C H O T T L A N D

Von Belfast nach Ullapool

Auf die Bahnfahrt von Dublin nach Belfast freuten wir uns riesig. Doch leider mussten wir bereits in Newry in Busse umsteigen, weil die weitere Bahnlinie gesperrt war.
Die Grenze nach GB passierten wir unbemerkt. Wie das nach dem Brexit sein wird?
Wir checkten ein und streiften danach bis fast zum Umfallen durch die City. Architektonisch wechseln sich historische Gebäude, moderne Architektur und ungepflegte Bauten auf engstem Raum ab.

Die Fussgängerzonen laden zum Flanieren, Strassenmusiker unterhalten die Passanten, einige Lokale beeindrucken mit faszinierender Location, wie das Revolución de Cuba, oder verwirren mit aussergewöhnlichem dress code. Erstaunlich ist die Farbe der doppelstöckigen Busse: pink!
Das wusste ich gar nicht: die Titanic wurde in Belfast gebaut. Drei Stunden dauerte der interessante Rundgang durch das Museum.

Hier stand die Titanic beim Wassern.

Die Nomadic ist das letzte Schiff der H&W-Werft. Es diente den Titanic-Passagieren vom Kontinent als Zubringer und stand bis 2006 in Paris.


Belfast – IRA – Gewalt! Daran erinnern die Peace walls im Westen der Stadt.

War das einst der Wachturm?

Das Nachtessen konnten wir kaum erwarten. Hier bin ich abends richtig hungrig, denn den hiesigen Kuchen kann ich bestens widerstehen.

Die Reise nach Glasgow war auf dem Reisebüro im Bahnhof schnell gebucht und erstaunlich günstig: Per Bus zum Dock, zweieinhalb Stunden Fähre und nochmals etwa so lange mit dem Bus nach Glasgow. Wie Ferien!

Rätsel gelöst! Wir wunderten uns wie auch die Angestellten des Hostels in Belfast, die uns bei der Hotelsuche halfen, warum alle bezahlbaren Hotels in Glasgow ausgebucht sind. Gestern spät fanden wir dank einer Annullation noch ein Kajütenbett in einem 4er-Zimmer für Fr. 50.-/Person, ohne Frühstück – Pink is in town! Unsere Zimmerkolleginnen kamen mitten in der Nacht und erzählten am Morgen begeistert vom tollen Konzert.
Gestern bot der Walk zum Hostel bereits eine Stadtbesichtigung.
Samstagnacht! Woww, wie die Girls und Damen hier special outfits, die fast nichts verhüllen, in den Ausgang gehen!!! Später schauten wir nochmals die Stadt an und assen wieder vorzüglich vegetarisch, südamerikanisch.

Die Stadt gefällt mir sehr gut. Riesige Gebäude, Fussgängerzonen, night life, Shops der feinsten Marken, Bar an Bar, ….

Es wäre zum Aushalten. Doch Harry Potter ruft…. Nach knapp vier Stunden Fahrt erreichten wir Fort William. Während der Fahrt tauchen wir erstmals ein in die schottische Landschaft.

Spontan beschlossen wir die Fahrt zu verlängern nach Mallaig. Ob Harry Potters Zauber uns bereits hier traf? Nach kurzer Fahrt streikte die Diesel-Lokomotive. Nach einigem Hin und Her konnten wir zwar reisen, bloss der Aufenthalt in Mallaig war noch viel kürzer.

Nach dem Znacht in Fort William erlebte ich erstmals Karaoke. Das war die Gelegenheit, endlich mal Whiskey zu probieren. Ich wählte Sour. Schön sah es aus – ich bleibe zukünftig dennoch bei Rotwein.

Wir hatten Glück und kriegten doch noch ein Mietauto. Nach einem halbstündigen Marsch entlang der stark befahrenen Ausfallstrasse bei Wind und Regen wurde uns erst als einzige Option ein 7-Plätzer angeboten. Als wir eine andere Vermietung anriefen wollten, klappte es doch noch auf 12 Uhr. Perfekt getimt um noch zu frühstücken, Geld wechseln, auschecken und am Bahnhof das Auto erwarten. Was für ein Gefühl: on the road again und unabhängig.
Die Landschaft ist einzigartig, die Stimmung mystisch bei Nebel und Nieselregen. Und dann taucht es vor uns auf, im See: das Eilean Donan Castle, bekannt aus Filmen wie Highlander.

Die Fahrt nach Ullapool führte durch wunderschöne Landschaften, unberührte und praktisch menschenleere Natur, vorbei an vielen Seen, eingebettet in grüne Berge.

Gleich nach der Einfahrt in die Küstenstrasse erblickten wir ein wunderschön romantisches B&B. Empfangen wurden wir vom Hausherrn im Kilt.

Von Ullapool via Edinburgh nach Hause

Am Frühstückstisch mit Meerblick führten wir spannende Gespräche mit einem Reisenden aus London und der Hauherrin. Sie hat kein Auge für Schottlands Schönheiten, vermisst die Kultur. Um einen neuen Film zu sehen, muss sie zweieinhalb Stunden lang fahren bis zum nächsten Kino. Einmal pro Monat wird im Wartesaal des Docks ein alter Film gezeigt. Alle paar Monate kommt das fahrende Kino vorbei, klappt die Leinwand aus und zeigt einen aktuellen Film in einem Raum für ca. 80 Zuschauer. Später sahen wir am Strassenrand im Nirgendwo eine fahrende Bibliothek.

Einheimische mögen Abgeschiedenheit oft als Entbehrung empfinden, uns fasziniert sie durch unberührte Natur. Auf unserer Rundreise durch den Norden legten wir mit dem Auto 870 Kilometer zurück. Die Strasse ist meistens eine single track road, kreuzen ist nicht möglich. Allerdings sind die Strassen recht übersichtlich, die nächste Ausweichstellen meist sichtbar. Trotzdem erfordert das Fahren die volle Aufmerksamkeit des Lenkers. So hielten wir immer wieder an, damit auch ich die Landschaft geniessen konnte. Dabei kamen wir mit anderen Touristen ins Gespräch, oft Schweizer.

Auf der Weiterfahrt konnten wir uns kaum sattsehen. Das Wetter war perfekt, meine Tochter nahm sogar ein Bad am White Beach.

Mal Lust, in einem Leuchtturm zu wohnen? Da hätten wir einen Tipp:

Bis Durness beeindruckte und faszinierte uns die Landschaft immer wieder aufs Neue.

Zum Glück kriegten wir noch die letzten Betten im Ort, ein «Notfallzimmer» im Hostel, kaum grösser als das Kajütenbett. Von der Veranda und vom Aufenthaltsraum konnten wir den Sonnenuntergang miterleben. Am Morgen holten wir uns im Shop Cappuccino und Croissants und frühstückten am noch menschenleeren Strand.


Nach der Besichtigung der nahen Höhle fuhren wir am Ufer eines Sees durch eine endlos scheinende Gegend, kaum ein Auto kam uns entgegen. Für einen Teil der Strecke wählten wir die noch engere Strasse und fühlten uns fast etwas einsam.


So empfanden wir später Inverness als hektisch, besichtigten die Stadt mit den eindrücklichen Bauten nur kurz.

Loch Ness hatte ich mir ganz anders vorgestellt, viel kleiner! Leider führt kein Weg am See entlang. Von der Hauptstrasse oberhalb ist das Schloss zu erreichen. Auf eine Besichtigung verzichteten wir, genossen jedoch den Blick auf die Umgebung.


In Nairn fanden wir ein schönes B&B am Meer, nach einem Strandspaziergang und Stadterkundigung dinierten wir mit Meerblick direkt neben unserer Unterkunft. Danach genossen wir den Sonnenuntergang.

Da wir am Morgen zeitig wegfuhren, konnten wir den Umweg über die Berge nach Fort William fahren, wo wir das Auto um 12 Uhr zurückbringen mussten. Die Gegend war total faszinierend: Wälder, Seen, einsame Hochebenen, wunderschöne Dörfer, subtropische Flora, ……

Kurz vor der Stadt bestaunten wir ein Ski- und Snowboard-Paradies. Jetzt im Sommer scheint es ein Hotspot für Biker zu sein. Sie lassen sich mit der Gondel hochfahren und geniessen dann den downhill course.

Wir stellten das Auto exakt zur Zeit auf dem Parkplatz ab und kauften gleich Tickets für den Bus nach Edinburgh via Glasgow. Dritte Fahrt mit ÖV, und auch dieses Mal ein Zwischenfall. Am See standen wir fast eine Stunde an Ort, nachdem sich vor uns ein Unfall ereignet hatte. Ein Motorrad prallte frontal in ein entgegenkommendes Auto (oder umgekehrt?). Nach dem Umsteigen in Glasgow informierte uns der Bus-Chauffeur nach kurzer Fahrt über eine Panne, sein Kollege wird uns bald mit einem anderen Car abholen. So sonnten sich die meisten Passagiere im frisch gemähten Gras und erreichten das Ziel leicht verspätet.
Im Abendlicht fuhren wir in Edinburgh ein. Ich war total begeistert. Selten sah ich eine so schöne Stadt.

Am nächsten Morgen nahmen wir an einer zweieinhalbstündigen Tour teil, zu Fuss. War total interessant. Danach streiften wir nochmals zu den schönsten Orten.

Im Museum erblickten wir Dolly, das geklonte Schaf.

Dolly unten rechts im Bild


Natürlich begleitete uns Harry Potter auf Schritt und Tritt.

Der Geburtsorts von Harry Potter. Hier schrieb J.K. Rowling die ersten Bücher
George Heriot’s School


Dann nahm die Reise ein abruptes Ende. Wir planten am Samstag und Sonntag Liverpool zu entdecken, danach ein bis zwei Tage für die Heimreise per Bahn via London und Paris. So setzten wir uns am Freitagabend entspannt ins Pub und wollten Bahn und Hotel buchen. Doch mit der Kreditkarte klappte es einfach nicht. Busse waren übers Wochenende ausgebucht. Wir fragten uns, ob das auch beim Eurostar und TGV der Fall sein könnte? Ich fühlte mich plötzlich in der Falle und gestresst. Da brauchte ich echt einen Whiskey. Zu später Stunde buchten wir die letzten Plätze in einem Easyjet-Flug nach Basel am Samstag um 07.40 Uhr. So hiess es schnell packen und kurz schlafen. Hat dann alles bestens geklappt. Flexibilität und Spontanität haben manchmal ihren Preis. Aber es ist fast immer perfekt, wie es sich ergibt.


Diese drei Wochen in Irland und Schottland waren traumhaft schön. Bezaubernde Landschaften, einsame und unberührte Natur, eindrückliche Bauwerke und nette Menschen. Doppelt so viel Zeit wäre ideal. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich die Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet habe.

2002 Expo

Expo 02

Die Durchführung war immer wieder in Frage gestellt. Pipilotti Rist und Martin Heller übernahmen die künstlerische Leitung, für die Strategie verantwortlich waren Jaqueline Fendt und Francis Matthey. Nach dem finanziellen Crash 1999 kam der radikale Schnitt: Nelly Wenger und Martin Held übernahmen. Letztlich rettete Krisenmanager Franz Steinegger das Projekt.

Ich erinnere mich bis heute an die Expo 1964 in Lausanne. Für mich ein unvergesslicher Tagesausflug mit den Eltern. Da gab es ein U-Boot, das Monorail, die Tingeliy-Maschine (Zürichhorn), den Aussichtturm (Europa Park) – ich durfte erstmals in eine «Kinderkrippe». Mit dutzenden, wenn nicht hunderten Kindern assen wir Zmittag.

So wollte ich auch meinen Kindern dieses Erlebnis ermöglichen, das ihnen hoffentlich in Erinnerung blieb. Am 24. Juli besuchten wir die Ausstellungen in Biel und Murten. Bei einem späteren Besuch erkundigten wir Neuenburg und Yverdon-les-Bains. Die Ikone der Expo 02-Architektur war der Monolith von Jean Nouvel auf dem Murtensee. Mit einem Boot liessen wir uns übersetzen und bewunderten das Innenleben, u.a. einen tollen Film über die Schweiz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Expo.02

27.9.2018 Albishorn

27.9.2018 Albishorn

Noch immer verstehe ich nicht, warum ich diesen traumhaften Ort nicht schon früher entdeckte. An der Aussicht vom Albishorn kann ich mich kaum sattsehen, an der Auswahl an köstlichem Selbstgemachten im Restaurant kaum sattessen.

So machte ich mich heute zum dritten mal in wenigen Wochen auf den Weg zu diesem einzigartigen Ort. Jedes mal wählte ich eine andere Route: ab Dorf Hausen am Albis, Albispass und heute ab Schweikhof (Hausen a.A.). Diese Route gefällt mir bisher am besten. Sie führt über die Krete mit wunderbarer Aussicht auf Zug.

Im Februar 2019
Im Februar 2019

 

Blick über Sihlbrugg in die Berge

 

Glarner Alpen
Blick auf Zug mit Pilatus und Rigi

1991 – Philippinen Tagebuch

1991 Philippinen – Hongkong

5.2. bis 5.4.1991

5.2.
Max’ Geburtstag. Flug Delhi – Bangkok – Hongkong – Manila

6.-9.
Zwischenlandung in Hongkong. Weiterflug war seit 4 Wochen gecancelled. Sofort Ticket von Philippine Airlines erhalten.

In Manila im Casa Olga. Sofort aufs GPO per Jeepney. Unsere Briefe aus Indien waren während 4 Wochen unterwegs in die Schweiz, Aerogramm 2 Wochen.
Mac Donald, gab’s in Indien nicht: Cheeseburger, Frites und Kaffee! Abends Spaghetti Carbonara – zurück in der Zivilisation!!
Und Frühstück kaufte Hotelpersonal extra für uns ein: American Breakfast mit ham. Kaum andere Touristen in Manila.
Abends Pizza Hut nach Rizal Park, Südhafen, Sta Cruz.
Bei Air India Flüge reconfirmed. Klappte hervorragend, die Computers waren eine Woche alt, wir die einzigen Kunden. Flugrouten und -zeiten hatten sich geändert wegen Irak-Krieg.
Cathay Pacific, im selben Gebäude, Nummer gezogen und 2 ½ Std. gewartet.
New Makati (Geschäftsviertel): Anrufe nach Hause, klappte sofort, kostete 204 Peso, Fr. 10.- pro 3 Minuten.
Chinesischer Friedhof mit Guide. Guide verlangte pro Stunde 1’200 Peso, abgemacht war dieser Preis als Pauschale. Eine Lehrerin verdient 21.- Peso pro Stunde.

manila chines cimetery

10.-12.
Fahrt mit Bus nach Banaue (sehr gute Strasse, schneller Bus, keine Zwischenfälle!), People’s Lodge ganz neu, riecht nach Farbe, 150.- Peso.
Auf dem Weg zum View Point kreuzte eine Schlange unseren Weg.
Auf dem View Point war ein einziger Tourist.
Nachts Regen: schöne Geräuschkulisse, irgendwie gemütlich, heimisch, romantisch.
Wanderung durch Reisterrassen, vorbei an Ifugao-Häusern.

stairways to heaven

village in rice terraces banaue

ifugao children philippines

rice terraces banaue

13.
Nach Batad per Bus à 25 P, da dieser gerade vor Haustür steht. Geplant waren die 8 km zu Fuss.
Im Foreigner’s Inn ohne fliessend Wasser, Speisekarte und Klo. Anders im Main Village Inn, wo wir uns aufhielten, dinierten und Renate aus Berlin kennenlernten sowie ein französisches Paar, mit denen wir am folgenden Tag nach Cambulo aufbrachen. 5 ½ Std. Marsch durch traumhafte Landschaft, Reisterrassen.
Jeepney erwischt zum Restaurant Stairway. Dort Jugoslawe getroffen, den wir auf der Fahrt von Varanasi nach Nepal kennenlernten. Er ernährt sich fast ausschliesslich von Bananen.

16.-19.
Fahrt Bontoc – Sagada.

street to bontoc

Essen bei Julia mit 2 Schweizern, Rindsteak mit Gemüse, Reis und Banane für 60 P.
Unterkunft Joseph’s Guest House.

Hotel in Sagada philippines

Zufällig Guide für Höhlentour getroffen und gebucht für 18.
Standard-Verpflegung gekauft: Thunfisch in der Dose, Tomate, Gurke und Brot.
Pic-Nic am View Point, keine anderen Touristen. Auf dem Rückweg unbeabsichtigt Kühe vertrieben und um unser Leben gefürchtet.
Begräbnishöhle besucht, Wasserfall mit Swimmingpool.
Canasta gespielt.

coffins in caves of sagada
Särge in einer Höhle in Sagada

Höhlenbesuch mit gleichem Guide wie 7 Jahre zuvor. Er ist mittlerweile 82jährig. War er Koch im Spital? «Nur» zu siebt auf der Tour, da 3 Schweizer zurückgingen, ihnen war die Gruppe zu gross. Höhlentrip zwar kürzer als beim ersten Mal, aber wieder ein fantastisches Erlebnis.

sagada cave tour with guide

20.
Bontoc, Mittagessen im Mountain-Hotel, in welchem ich auf erster Reise wohnte. Museumsbesuch, Spaziergang durchs Dorf.
Im Hotel ?? 8köpfige deutsche Reisegruppe und deutsches Ehepaar. Abends klimperte sogar einer am Klavier – halt kein Traveller Hotel!

20.
Bontoc – Baguio (1500m), Strasse führt bis auf 2’400 m, wunderschöne Landschaft. Stadt furchtbar, viel Verkehr und Abgase (nach 2 Wochen in den Bergen kaum auszuhalten), schmutzig, und das Erdbeben hat Spuren hinterlassen. Im Zentrum liegt ein riesiger Trümmerhaufen eines eingestürzten Hochhauses, andere eingestürzte Häuser und unbewohnbare Ruinen.

baguio earthquake

marco memorial philippines

21.
Baguio – Manila in 6 Stunden mit Air-Con Luxus-Bus.
Manila grässlich: Abgase, Lärm, Hitze und Feuchtigkeit, Schmutz, chaotisch im Malate Pension – bloss wieder weg! Aber noch GPO und Taschen holen in Olga Casa Pension, Geld wechseln.

21.
Manila – Tagatay mit Bus, Toal Vista Lodge mit Aussicht. Special ride mit Taxi (200P/Person) nach Talisay, Rosalina’s Place, einfach, aber schöne Häuschen, ruhig und im Grünen – herrlich, nach Manila-Schock.

22.
Boot-Trip zur Vulkaninsel (400P, Guide 100P). Kurze Wanderung zum Aussichtspunkt auf dem Kratersee, dann ½ Std. in den Krater, in welchem Lavagestein liegt. An verschiedenen Stellen steigt heisser Dampf/Rauch auf. Zurück zum Boot, sehr windig, draussen starker Wellengang. Warteten eine Stunde. Dann Überfahrt. Auslegerboot wurde wie eine Nussschale von den wellen gewogen und begossen. Wir sassen hintereinander, jeder mit einem Kübel, das Wasser wieder über Bord kippend. Klitschenass bis auf die Haut. Wenigstens war das Wasser warm.

volcano in lake taal

preparation of dinner at lake taal
Das Abendessen stärkte uns wieder.

25.
Pagsnjan, Bootsfahrt zum Wasserfall. Mittlerweile gibt es auf der Strecke 3 Stände mit Softdrinks und Snacks! Die Boote werden im breiteren Flusslauf von einem Motorboot rauf- und auch runtergezogen. Die Bootsmänner sind nicht mehr so fit wie 7 Jahre zuvor, zogen aber eine Show der Anstrengung ab: 3 x Pause, 1 kurzes Stück mussten wir sogar zu Fuss gehen.
Kosten 150P/Person (fix, offiziell) plus 50P/Ruderer Trinkgeld.

philippine women are washing at the river

Mit Bus von Pagnsjan nach Lucban (spanische Stadt, enttäuschend), weiter mit Bus nach Daet, dann Bus nach Legazpi, am 27., nichts besonderes.

jeepney on the philippine

28.
Sta Domingo mit wunderschönem Beach Resort. Einfache Cottages, Klo-Schüssel mit Dusche!!, offene Hüttchen zum Sitzen. Sind die einzigen Gäste -super! Nach Ankunft gleich sehr grosse Wäsche. Danach im Zimmer Riesengecko entdeckt. Vermieter erschlug ihn, sei dangerous. Ganz tot war er nicht, Max erlöste ihn.

28.2.
Der Krieg in Irak ist zu Ende!!!!

3.3
Santo Domingo, 300 m neben Reyes Beach Resort

beacht on philippine island

philippine cottage

Ein Faulenzerort. Über Nacht sind wir die einzigen Gäste, tagsüber werden die Zimmer an Pärchen vermietet. Am Wochenende kamen viele Einheimische mit Pic-Nic und mieteten sich die gedeckten Sitzplätze (30 Peso). Es wird Einweggeschirr verkauft.

4.-7.

volcano mayon on philippinesJeepney nach Legazpi, Bus nach Sorsegon, Jeepney nach Matnog, Fähre nach Allen, einquartiert im Bicolana Lodging House. Pro Bett 25 P ohne Matratze, mit Matratze 35.-.  Hätten wir uns lieber nicht geleistet – Wanzen!
Mit Bus in 5 Std. nach Tacloban.
Relief der Landung von Mc Arthur, schöne Anlage, gediegenes Resort.
Beobachteten einen Congress zu «Disaster Management».

House on the philippines

philippine house 1991

private room in the philippines

Jeepney nach Basay. Flussfahrt in Boot mit 6 Touris und Guide, beidseitig Palmen, Auslegerboote mit Einheimischen, glasklares Wasser, Spaziergang durch Dschungel über bemooste Steine, durch grossen Höhleneingang, nach kurzer Passager schöner Blick auf Fluss und steile Felswand. Zwei weitere Höhlen besucht mit Tropfsteinen.

native kids on the philippines

boat on backwaters philippines

native village on philippines

8.
Bato – Green House Lodge, echt einen Besuch wert.

tacloban memorial second world war
Denkmal zur Landung im zweiten Weltkrieg in Tacloban

9.
Mit Auslegerboot nach Bohol
Bus nach Carmen mit den noch gleichen alten Gefährten: Seiten offen, Bänke durchgehend. Einheimische bestaunten uns und freuten sich, fotografiert zu werden. Die Fahrt auf der hintersten Bank war eine Tortur – Schlaglöcher!
Im Hotel waren wir die einzigen Gäste, Haus heruntergekommen, aber 12 Angestellte. Alles auf der Speisekarte war erhältlich und schmeckte wunderbar.

philippine bakery

shop on the philippines

philippine rikscha

workers in the fields philippines

10.
Um 6 Uhr zum View Point hoch zum Sonnenaufgang. Schön, aber kalt und windig.
Ein Bus mit einheimischen Touristen traf ein und 2 Weisse von Elektrowatt Zürich, welche für ein Bewässerungsprojekt arbeiteten.

11.
Die Zürcher nahmen uns im Jeepney mit nach Carmen. Von dort mit Bus nach Tubigon, Fähre nach Cebu City, eine schöne und neue!!! Vorbei an Trauminseln und seichten Stellen, wo das Wasser in schillernden Farben leuchtete.

12.
Cebu City. Sofort zu PAL, wollten Flug buchen, nur open Tickets erhältlich, da Kalibo keinen Computer hat, sind keine Reservierungen möglich.
Im Wiener Kaffeehaus Original-Wiener-Kaffee genossen. Schmeckte ausgezeichnet. Lokal nett und sehr teuer.
Im National Book Shop 5 Bücher gekauft – Lesestoff für Boracay! Geld gewechselt und Proviant gekauft. Ebenso das 3 kg schwere Spiel Mah Jong für 695.- P.

$Village on the Philippines

13.
Sassen im Bus nach Bacolad, kauften die Tickets, warteten – erhielten das Geld zurück. Der Bus fuhr nicht, wegen des Wetters!? Erwischten einen anderen nach Toledo. Von dort sofort Anschluss an Fähre. Ab San Carlos Stehplätze im Bus, später zu viert auf einer Dreier-Bank. Nach einer Stunde Fahrt mussten wir aussteigen. Durch starken Regen war alles überschwemmt, eine Brücke «ging baden». Wir wateten durch den Morast, überquerten den Fluss auf einem Holzbrett. Männer hielten als Geländer ein Seil gespannt. Wieder durch den Morast und in den nächsten Bus. An der «Unglücksstelle» haben sich Träger eingefunden und Foodverkäufer.
In Bacolod vom Bus in Jeepney gehetzt und zum Pier gefahren – die Fähre war allerdings weg. Nahmen zu viert eine Taxe und fuhren in ein Hotel in der City.

14.
Mit Taxi zur 7.00 Uhr-Fähre. Sehr grosse, nahmen 1. Klasse, fanden allerdings nur noch auf dem Dach einen Platz.

ferry boat philippines

In Iloilo per Tricycle zum Kalibo-Bus. Durch Panne eine Stunde Rast in Resti.
In Kalibo per Tricycle zum teuren Glowmoon-Hotel. Gleich zum Airport und Tickets nach Manila gekauft. Am Flughafen viele Touristen, weil am Vortag ein Flug ausfiel wegen des schlechten Wetters. Einige der Wartenden sahen wir abends wieder in der Stadt.
Wir mussten für den 28. buchen, denn am 29., Karfreitag, wird nicht geflogen, 30. Und 31. Sind ausgebucht.
Wir kauften Proviant ein für Boracay: Kaffee, Milchpulver, Butter, Konfi, Bonbons, Biscuits, Kerzen, Moskito-Coils, Waschpulver, Zigaretten, Sandwich Spread, Tuna und Corned Beef.

15.-28.
Bus nach Caticlan, von dort mit Fähre nach Borocay. Natürlich ist inzwischen alles zugebaut worden, Motorräder fahren, aber es hat sich in Grenzen gehalten, zumindest was die Bauart betrifft. Der Strand ist noch immer weiss und sauber, zwar mit vielen Booten, das Wasser ist einfach fantastisch!
Ich blieb mit dem Gepäck in einem Strand-Kaffee und genoss erstmals auf den Philippinen einen Banana-Shake, wo sonst ausschliesslich Coke, Fanta, Sprite und Bier erhältlich sind.

old boracay beach

Renate und Max fanden ein Cottage, schön im Grünen, ca. 50 m vom Strand zwar, aber ruhig und nach vorne immerhin etwa 20 m vom «Einheimischen Haus» entfernt. Grosse Veranda mit Tisch, 2 Liegestühlen, Hängematte, dann eigenen Dusche und WC, Schrank, Spiegel, Fenster und Betten mit Moskitonetz für 150.- P. Ist ja günstig, einige Ps günstiger als vor 7 Jahren, als sie ohne Dusche 50.- kosteten (jetzt 100.-, ich war dort). Heute für uns viel besserer Wechselkurs.
Nun beginnt der Inselurlaub mit Zeitunglesen in der Hängematte!

bungalow at sunset on boracay

bungalow on old boracay

view from the boracay bungalow

Natives on old boracay
Lieferung an den Bungalow durch Einheimische. Kehrichtabfuhr am Strand.

Nach dem Genuss der besten Hängematte der Welt machten wir einen «Entdeckungstrip» nach Norden. Erst folgte Shop an Shop, dann Cottage an Cottage.

hammock of boracay

Alles relativ neu gebaut, aber echt schön, nur Holz und Bambus wurde verwendet mit Ausnahme der Duschen, die gemauert sind, aber nicht auffallen von vorne (Strandseite). Die teureren Anlagen haben wunderschöne Gartenanlagen mit vielen Blumen. Obwohl es natürlich nicht mit dem «alten» (1984) Boracay vergleichbar ist, waren wir positiv überrascht. Schade nur, dass alle Cottages, die am Strand entlang standen, abgerissen wurden. Anstelle derer wurden Palmen neu gepflanzt. Nun stehen alle Cottages hinter diesem Streifen und hinter der *«Strasse», also relativ weit vom Meer.
Zurück gingen wir entlang dem Strand, auf dem weissen, feinen Sand. Beobachteten das Farbenspiel des Sonnenuntergangs. Dinner im Starfire, Neonlicht (1984 gab es noch keinen Strom), aber gute Musik wie z.B. Scorpions.

*Strasse: 1984 gab es nur einen Trampelpfad. 1991 eine ca. 1 m breiten Sandweg, auf dem «Taxis» fuhren, Motorräder, auf deren Sozius man mitfahren konnte. Motorenlärm und Töffs waren sehr gewohnheitsbedürftig für mich.

old boracay main street

15.
Schwimmen im Meer, Wasser einfach fantastisch, glasklar. Sonnenbad, danach Spaziergang Richtung Süden. Die Strasse endet allerdings bald, dann geht’s weiter auf schmalen Wegen zwischen Cottages. Viele Einheimische, ursprüngliche Shops mit Obst und Gemüse, kleiner «Dorfplatz». Weiter entlang dem Strand – und dort entdeckten wir eine Cottage direkt am Strand, bewohnt. Auf dem Rückweg gingen wir zur Vermieterin, liessen uns die Cottage zeigen, versuchten zu handeln, doch ging der Preis lediglich von 200 P auf 190 runter. Wir machten eine Anzahlung und freuten uns riesig auf den Umzug am folgenden Tag.
Nach dem Sonnenuntergang Strandspaziergang und Diner im Strandresti, Tische im Sand, Petrollampen – romantisch!
Lasse mich vom Buch fesseln «Der Tod des Ivan Ilonych» von Tolstoi.

breakfast in the bungalow

Shop on boracay

sunset at boracay

16.-21.
Umzug. Jetzt wohnen wir wirklich wie im Paradies. Cottage und Veranda sehr gross, Blick aufs Meer, keinen Durchgangsverkehr, ruhig – was könnte schöner sein? Die Händler kommen zwar auch, aber nicht zu viele und nicht zu wenige. Kauften eine Hängematte und Obst. Ansonsten: Hängematte – schwimmen – Hängematte – lesen – Kaffee trinken – schwimmen – sonnenbaden – essen – wie im Paradies. Die Tage gehen zu schnell vorbei!

boracay beach

old boracay bungalow

old boracay beach 1991

fisherboat on boracay

plane and boat on boracay beach

boracay water bar

22.
mit Paddelboot unterwegs, rudern und steuern nicht einfach, aber wir kamen zurück.

cottages at boracay beach 1991

cottages on old boracay

Last drink on boracay
Abschiedsdrink auf Boracay mit Renate. Die geflochtene Hängematte am Rucksack brachten wir heil nach Hause. Doch beim Ausrollen Jahre später brachen die ausgetrockneten Weiden.

28.
Flug nach Manila. Alles erstaunlich gut geklappt. Nachdem Malate Pension voll, im Exotic Garden gute Unterkunft gefunden.

29.
Karfreitag. 2’00’000 Einwohner flüchteten aus der Stadt. Kaum Verkehr.
Besuch eines Nachtclubs. Besucher (Weisse) boten bestes Programm (peinlich!).

30. und 1.4.
Shopping in im Robinsons und Sta. Cruz Jeans, Schuhe, Kleid, T-Shirts

31.3.
Ostern: Boracay-Papier-Foto-Film entwickelt und geschopt

1.4.
Letzter Tag. Nach Shooping und packen gelangweilt.

Hongkong  2. bis 5. April 1991

landing in hongkong 1991

hongkonkg tunnel

hongkong hairdresser style
Nach dem Coiffeurbesuch in Hongkong

Saleswoman in Hongkongs street
Verkäuferin auf Hongkongs Trottoir

1990/1991 Indien-Nepal Tagebuch

 

1990 Indien     8.12.1990 bis 5.2.1991

8.12.1990 Delhi, Hotel Cama

Regierungsgebäude in Delhi

Lotus temple in Delhi
Lotus-Tempel in Delhi

Es soll Glück bringen, diese Säule inter dem Rücken umarmen zu können

Micha fuhr uns nach Frankfurt. Abflug mit eineinhalb Stunden Verspätung. Flug langweilig, Essen sehr gut.
Mein Rucksack kam an, der von Max flog vermutlich nach Bombay weiter. Formalitäten dazu unproblematisch, scheint öfter vorzukommen. Rucksack müsste heute um 19.50 h ankommen – wir sind gespannt!
Geldwechseln auf dem Flughafen natürlich langwierig. Als ich endlich an die Reihe kam, ging das Geld aus – weitere Verzögerung.
Draussen war es unerwartet kalt, waren froh um unsere Pullover. Mit dem Bus zum Connaught Place, Belästigungen, Sunny’s Guest House ausgebucht, per Scooter ins Cama. Hier für 165 Rp (Fr. 11.-) heisse Dusche, Klimaanlage, Radio, Room Service – luxuriös!
Nach fünf Stunden Schlaf gingen wir gestern zu Fuss zum Connaugt-Place. Kaum angekommen, biegen zwei Elefanten ums Eck – wie bestellt!
Nach dem zu Fuss-Heimweg Speis und Trank draussen – schön und gut.
Heute Sightseeing-Tour von 9.30 bis 17 Uhr. War gut, etwas anstrengend.

10.12. Agra

Taj mahal india

Gestern Frühstück im Bett, dann weitergeschlafen bis 14 Uhr! Zu Fuss zum Bahnhof, Tickets nach Agra gekauft und abends um 19 Uhr gefahren. Zuerst in der falschen Klasse gesessen, dann in letzter Sekunde gewechselt und knapp Sitzplätze gefunden (2 Inder machten uns Platz). Scooter und Hotel ohne Probleme gefunden.
Heute Sightseeing-Tour Taj Mahal und Fort. War herrlich, kaum Belästigungen, keinen Abriss!

Taj Mahal agra

Hotel hier sehr gut, DZ 75 Rp, Dachterrasse, vor dem Haus zwei Tischchen. Frühstück draussen sehr interessant: Kuh- und Pferdewagen passierten sowie Kamel, Moslem-Beerdigung. Affen turnen rum.

Hotels mit Aussicht

Eingang zum Taj fünf Minuten von hier durch wunderschöne Gässchen. Walkten vorhin durch den Basar – herrlich!
Einziger Nachteil: die nahe Moschee!!

12.12.
Gestern Fahrt mit dem öffentlichen Bus nach Fatehpur Sikri.

fathepur sikri
Temple in Fathepur Sikri

Schöne Anlage, grosser Palast, Fort hier hat uns dennoch viel mehr beeindruckt. Hatten vor dieser Fahrt auch die Bahntickets für heute 23 Uhr nach Varanasi gekauft – ohne Probleme! 2nd Sleeper.
Gestern erste Karten und Brief geschrieben.
Heute 10 Uhr Check out, Frühstück beim Yum Yum. Jetzt sitzen wir auf einer Bank vor dem Taj, um uns zig «Eichhörnchen». Einfach herrlich. Müssen noch die nächsten zwölf Stunden bis zur Bahnabfahrt totschlagen.

14.12. Varanasi / Benares

ghats in benares
An den Ghats in Benares

ganges benares
Am frühen Morgen am Ganges

bath in holy ganges
Das Bad der Gläubiger im heiligen Ganges

boat on ganges

Kühe auf der Strasse in Benares

Zeit totgeschlagen beim Essen, Spaziergang, Tee im Hotel, Pommes (meist bei Kerzenlicht).
In Zug eingestiegen, Plätze gefunden, Chaos – und plötzlich war Max’ Handtasche weg. Grösster Verlust: Fotoapparat. Glück im Unglück: keine Papiere, kein Geld oder Schecks weg.
23.15 Uhr Abfahrt, 17 Stunden unterwegs. Einigermassen gut geschlafen.
Problem hier: Unruhen in der Altstadt, keinen Zugang. Hotel Nähe Bahnhof, teuer, aber kaum andere Möglichkeit. Leider alle Strassen im Umkreis wie ausgestorben, da scheinbar Versammlungsverbot. Fahrzeuge können nur mit Sondergenehmigung passieren, überall Polizei.
Also so rasch möglich weiter nach Kathmandu. Heute wegen Unruhen kein Bus gefahren. Morgen?
Mit Max’ Tasche sind auch seine Passbilder weg. Da hier alles geschlossen, mussten wir welche «hinter» dem Bahnhof besorgen. War leichter als gedacht. Die Wartezeit nutzten wir zum Rumschauen. Drüben alles ziemlich «normal».
Nach vier Stunden Marsch warten wir nun im Hotelzimmer auf den bestellten Tee. Zeitung lesen und das gestern erlernte Canastra spielen – Relaxing!

16.12.1990 Nepal

Heiliger Mann in Nepal

katadyn filter for safety water
Tägliches Wasserabpumpen mit Katadyn

Menukarte in nepalesischem Restaurant

Bus fuhr also gestern, 175 Rp pro Person inkl. Übernachtung und Frühstück. Mussten um 6.30 Uhr Hotel verlassen. Da Scooter-Fahrer 10 Rp verlangte, gingen wir zu Fuss, verpassten die Abzweigung und gingen einen Riesenumweg. Schliesslich nahmen wir doch eine Rikscha und kamen kurz nach 7 Uhr an. Frühstück, Gepäck auf dem Dach verstauen, schliesslich konnten wir (ca. 10 Personen) um 9 Uhr doch noch starten. Bequemer Direktbus, neun Stunden Fahrt, Grenzübertritt zu Fuss, Abmeldung Indien, Visa Nepal, alles schnell und ohne Probleme, nicht mal ein Foto wurde verlangt!!
Unterkunft im Nepal Guest House, sehr einfach, aber ok. Abends mit Mitreisenden im Resti, gute Unterhaltung. Heute um 6 Uhr Tagwacht, Bus sollte um 7.30 Uhr starten, Abfahrt effektiv um 9.30 Uhr. Dafür Zeit zum Geldwechseln. Sind eben ca. 15 Minuten gefahren mit etlichen Kurz-Stopps. Seit zehn Minuten wird der Bus repariert – fängt ja gut an! Wann wir wohl in Kathmandu «landen» werden?

Nur ein Halt, oder Bus defekt?

Einmal mehr …. defekter Bus

 

17.12. Kathmandu
Kurze Zeit später wurde der Bus gewechselt, bekamen einen viel besseren mit grossen Fenstern. Fahrt durch schöne Landschaft, entlang eines Flusses. Unterwegs gesehen: Einen auf die Seite gekippten Bus, einen auf dem Dach liegenden LKW und einen umgekippten. Doch wir kamen gut an, nach zwölf Stunden, um 21 Uhr. Erstes Hotel ganz schlecht, zweites kaum besser, blieben aber vorerst.
Heute nach dem Frühstück sind wir umgezogen. Jetzt haben wir ein schönes, grosses Zimmer mit heisser Dusche und Toilette. Ersteres haben wir besonders genossen nach zwei Tagen ohne Dusche.
Haben gleich die nächste Umgebung ausgekundschaftet. Ist wunderbar hier, sauber und ruhiger als in Indien.
Es gibt wunderschönen Silberschmuck, Textilien und Bilder. Haben uns heute aber vor allem für Fotokameras interessiert. Viele Shops führen welche, waren positiv überrascht und erleichtert. Kauften eine Autofocus mit Blitz und Tele für Rp 3’250 = DM 160.-. Kauften auch gleich einen Test-Papierfilm – gerade ist Max unterwegs um die Abzüge zu holen.
Haben heute nach dem Duschen erstmals seit zehn Tagen ganz frische Kleider angezogen! Die verstaubten lassen wir nun reinigen.
Es gibt hier viele schöne, gemütliche Restaurants mit einer Riesenauswahl. Um 22 Uhr ist jedoch alles bereits geschlossen. So mussten wir uns gestern nach der Ankunft mit Tee und Kuchen begnügen.
Das einzige Problem ist die Kälte!
Neuer Weltempfänger funktioniert leider nicht. Etliche Versuche, einen deutschen oder Schweizer Sender zu empfangen sind bisher gescheitert. Vor allem laufen die Batterien immer sofort aus.

Tempel in Kathmandu

20.12.
Haben inzwischen Patan ausgekundschaftet und Bhaktapur. In beiden Städten gibt es wunderschöne Plätze mit Pagoden, doch inzwischen sahen wir genug davon. Morgen wollen wir weiter nach Pokhara.
Zeitung von gestern: Temperatur tagsüber 20° bis 23°C, nachts 0° bis 2°C!! Haben uns mittlerweile an die Kälte gewöhnt und heute endlich, nach drei Tagen, unsere gewaschenen Pullis zurückerhalten!
Zurück zur Zeitung: Weiterhin Unruhen in Indien, besonders in Agra, Taj war während drei Tagen geschlossen. Varanasi bleib unerwähnt, hoffentlich wieder alles normal.
Seit vorgestern tragen wir einige geschriebene Postkarten und einen Brief mit uns herum – die Postangestellten streiken!
Wohnen übrigens im Hotel Surat, am Hauptplatz mit Blick auf das dortige Geschehen. Haben sogar einen kleinen Balkon und natürlich heisse Dusche für Rp 100.- = DM 5.-.

 

21.12.
Heute schlug der Versuch fehl, einen Bus nach Pokhara zu erwischen. Der letzte fährt um 9 Uhr und nicht wie im Buch erwähnt um 15 Uhr. Also mit Scooter zurück zum GPO und hier eine Unterkunft gesucht – und gefunden. Sicherheitshalber Tickets für Touristenbus gekauft. Abfahrt ganz in der Nähe um 7 Uhr.
Heute war grosser Shopping-Tag: 2 Armreifen, 3 T-Shirts, Indien-Reisebuch und Proviant für morgen.

23.12. Pokhara

lake pokhara nepal

nepal kathmandu und pokhara

Gestern also früh aufgestanden, Stress, kein Frühstück, kurz vor 7 Uhr auf «Bus-Stop». Nach einer halben Stunde erfahren, dass unser Bus unterwegs war, dann aber einen Platten hatte. 8.30 Uhr Abfahrt mit Ersatzbus (zweites Mal bei zweiter Fahrt!). Irgendwann Stopp, stiegen aus, machten es uns bequem in der «Lovers Hut», bestellten Lunch, waren guter Dinge – Bus hupt, alle Mitreisenden schon drin! Weiterfahrt ohne Lunch – Lunchpause nach sechs Stunden Fahrt. Ganze Strecke ist eine Baustelle, unsere Sitzreihe wurde bei einem «Flug» aus der Verankerung gerissen. Ankunft auch hier bei Dunkelheit.
Erster Eindruck: Lake Side Strasse könnte Kuta sein. Wenig Touristen, alle Restaurants leer. Dinner, Canasta, früh zu Bett, warm und angenehm.
Morgens Freude auf Dusche und Haarwäsche, doch kein heisses Wasser! Bestellten welches in Kübeln. Nach Körperreinigung etwas Wäsche gemacht.
Gegen Mittag Frühstück im Baba, sehr schön, auf der einen Seite See, auf der anderen Berg-Panorama. Ruhiger Tag, Geld gewechselt, Pic Nic gekauft für morgen, Tee getrunken, auf dem Dach Karten gespielt.

25.12.
Gestern Frühstück im Hungry Eye, wo auch City Bus bestiegen, der dann mehrere längere Stopps einlegte. Schliesslich doch beim Old Basar angekommen: Start unseres Treks. Aufstieg acht Stunden, leichter als befürchtet. Kurz vor dem Gipfel Kaffeepause bei wunderschöner Rundsicht: unten ganzer See, Hügel mit Reisterrassen bis zuoberst – und natürlich Himalaya-Riesen. Aussicht auf diese von Bergspitze eher enttäuschend, denn wir sind noch immer ca. 70 Kilometer vom 8000er entfernt, so dass dieser nicht so gigantisch erscheint wie erwartet. Abstieg direkt nach Baidam: steiler, länger und schlechter begehbar als Aufstieg, aber viel schönere Gegend und Aussicht. Reisterrassen, rote Häuser, Weihnachtssterne, Kakteen, Steinmauern, Menschen, Tiere, Blumen. Max half einer Einheimischen beim «Bambusfällen». Es war auf jeden Fall ein wunderschöner «Weihnachts-Spaziergang», und wir freuen uns schon auf den nächsten Trek.
Heute Frühstück am See, in der warmen Sonne – herrlich. Danach Bus-Tickest nach Varanasi für übermorgen gekauft: 43 Rp pro Person.

27.12. Sonanti
Gestern Fahrrad gemietet, GPO, Yeti-Schlucht, welche wir nur von oben sahen, sehr eng, kein Abstieg möglich.
«Kleiner botanischer Garten» gegenüber «unserem» New Prince Hotel: sehr schön angelegt, blühende Sträucher wie Weihnachtssterne und Hibiskus, Bananenbaum.
Die Essensportionen sind viel zu gross. Wir packten schon zweimal Essen ein weil es uns peinlich gewesen wäre, es stehen zu lassen.
Gestern noch 20 Pakete Zigaretten eingekauft, das Stück ohne Filter 5 Rp, mit Filter 60 Rp!
Heute Busabfahrt um 4 Uhr! Fahrt hierher verlief ohne Zwischenfälle!

29.12. Varanasi
Vorgestern an der Grenze um 14 Uhr, Zeit im Resti totgeschlagen (Martin CH) und auf dem Bett Canasta gespielt. Leider kein Wasser vorhanden. (Ich meine, wir mussten an der Grenze übernachten, auf dem bisher härtesten Bett meines Lebens: ein Pritsche mit dünner Decke in kleinstem, dunklen Raum.)
Gestern mussten wir um 8.30 Uhr im Bus auf Medienseite sein. Abfahrt 10.30 Uhr. Viele Tibetaner fuhren mit, da diese Tag der Dalai Lama bei Varanasi weilt. Zudem viele Touris, manche mussten stehen.
Nach ca. ¼ Stunden hält der Bus. Bänke werden reingestellt. Ab und zu etwas am Bus repariert, nach drei langen Stunden gings weiter, nur eine Dinner-Pause, indisches Restaurant, Essen super, ohne Besteck, Toilette auf Wiese. Ankunft hier nach 16 Stunden!!
Rikscha zum goldenen Tempel, rumirren in engen, leeren Gassen, alle Lodges voll. Schliesslich können wir in einer schlafen, hinter der Türe zum Dach.

Hotel benares
Notbett vor der Tür aufs Dach, aufwärmen in Nepal

Hat getaugt, schliefen sehr gut (nach zwei kurzen Nächsten und zwei Tagen Busfahrt!).
Heute Morgen suchte Max mit einem Hotelboy per Motorrad Unterkunft. Packten dann unsere Sachen, genossen Yogi-Tee in einer Gasse, Einzug im Maharadja Hotel, i.O. aber teuer, 150 Rp.
Dann kam der grosse Augenblick: heisses Wasser wurde angeliefert! Duschen, Haare und Kleider waschen, danach in saubere – oh wie wunderbar!
Und los geht’s auf Entdeckungsreise, wunderbarer Basar in den engen Gassen: viele Stoffe, Kupfergegenstände, Schmuck, wunderschöne farbige Pulver (malte mir den Scheitel rot), Max kaufte sich eine kleine Holz-Shiva-Figur.

rikscha in benares
Ein Reicher lässt sich fahren

street in varanasi

Goldener Tempel von aussen und dann kamen wir zum Haupt-Ghat. Sehr beeindruckend. Auf Plattform gute Sicht, keine Touris. Ca. zehn Scheiterhaufen brennen, etwa alle Viertelstunde wird eine Leiche hingetragen auf einer Art Bahre (aus zwei Bambusstangen), in schöne Tücher gehüllt und mit Blumen geschmückt. Handelt es sich beim Toten um einen alten, singen die Männer. Frauen dürfen nicht zu den Verbrennungen, da sie weinen würden!! Überall riesige Holzbeigen, Verwandte des/der Toten müssen erst Holz bezahlen. Dann kommt Leiche auf Scheiterhaufen, Holzstangen darüber, zuoberst Reisig. Eine Verbrennung dauert ziemlich lange. Bei einer verkohlten Leiche waren deutlich der Oberkörper, Kopf und Arme zu erkennen. Mit langen Bambusstöcken wurde diese sich aufbäumenden Körperteile immer wieder ins lodernde Feuer gestossen, versucht, sie zu zerkleinern durch Hiebe auf den Kopf. (Mittlerweile gelesen auf https://www.tod-und-glaube.de/hinduismus.php: Hindus glauben an die Wiedergeburt. Jedes Lebewesen hat eine unsterbliche Seele, Atman genannt. Das Atman ist wie ein weiterer Körper im Körper des Menschen, bestehend aus Gedanken und Gefühlen, dem Ewigen des Menschen. Um es herauszulösen, wird der Schädel zerschlagen und der Leichnam verbrannt, damit das Atman zu Brahman zurückkehrt.)
Nicht verbrannt werden Kinder bis fünf Jahre, Sadhus (heilige Männer), Lepra-Kranke, von Kobras Gebissene und Schwangere. Diese Leichname werden mit Steinen beschwert, mit dem Holzboot (mit Angehörigen an Bord) in die Mitte des Ganges gefahren und dort ins Wasser gestossen. Konnten wir zweimal mitverfolgen. Waren von dieser Stelle sehr beeindruckt.
Danach im Affentempel, entlang des Ganges Richtung Norden, dann zurück durch die Gässchen, wo uns ein weiterer Leichenzug entgegenkam.

30.12.
Gegen Abend um 20.30 Uhr todmüde ins Bett. Heute waren wir um 7.15 Uhr am Ganges. Nicht sehr viel los (Samstag?), aber schöne Stimmung. Frühstück in einem Guest House und ausgedehnter Spaziergang durch die Gassen. Allerdings sind die meisten Shops geschlossen.

31.12.
Gestern Affen auf der Balustrade und einen im Zimmer, überfiel den Papierkorb. Gecko-Jagd vom Fenster unters Bett!
Heute GPO, Bank, Rikscha Fahrt Bahnhof, war sehr schön, totaler Stau, viel los, dann Tickets besorgt für Satna, reibungslos! Plätze reserviert für klassische indische Musik heute Nacht – es ist ja Silvester!

1.1.1991
Wunderschönen Silvester verbracht im Musik-Ashram. Musik teils aufgenommen. Super Tänzer – war einfach toll! Um Mitternacht gab’s Reis und Tee. Blieben bis zwei Uhr. An Silvester Gewitter und erster Regen. Heute früh kühl, jetzt wieder Sonnenschein. Verabschiedeten uns vom Ganges, kauften einige Holzfiguren und Nasenstecker! Max liess sich rasieren – erstmals sehe ich meinen Gatten «ohne»!!

indian barber
Max erstmals ohne

 

3.1. Kajuraho

kajuraho
Tempel in Kajuraho

sex scenes on temple in kajuraho
Szenen an Tempel in Kajuraho

Gestern mit Bahn nach Satna – Hotel India- 6.30 Uhr Bus nach Kajuraho. Ziemlich touristisch geworden, gutes Hotel, neu und sauber (Surya). Dusche, Haare waschen, Kleider waren nach wenigen Stunden auf dem Dach bereits trocken – wunderbar, alles sauber! Spaziergang durchs Dorf zu den drei Osttempeln. Schön, bloss Max hatte keinen Film, ich hatte den bereitgelegten natürlich aufgeräumt!
Vorgestern Tempel-Hauptgruppe besichtigt – beeindruckend! Kaum Touristen, ruhig, schöne Anlage. Abends jeweils gutes Essen: Thali.
Gestern 4.30 Uhr Abfahrt mit Jeep zum Nationalpark (nur wir zwei, 500 Rp/Jeep). Sehr kalt, konnten uns beim Parkeingang an einem Feuer wärmen und Tagesanbruch mit einigen jungen und alten Indern miterleben. Zusehen, wie Elefant geholt und «gesattelt» wurde.

Wir fuhren mit vier «Guides» im Jeep los. Morgenfrost! Leider nur zwei Tiere gesehen, keine Tiger. Tiefe, beeindruckende Schlucht, schöne Fahrt durch Grassteppe. Nach nur einer Stunde den Park verlassen – ziemlich enttäuscht, hatten mehr und länger erwartet, auch Proviant mitgenommen.

safari in India

Nach Rückkehr nachgeschlafen bis 14 Uhr. Spaziergang zum GPO. Max wollte Leder-Schnabel-Schuhe kaufen, doch trotz drei Anläufen keine passende Grösse. Haben in einem Shop Tee getrunken, Inhaber ist Sohn des Yogi, den ich letztes Mal dort traf. Er ist auch in unserem Indien-Buch abgebildet.
Heute um 9 Uhr Bus nach Guralion. Fahrt schnell, kurze Pausen, dennoch mühsam – der Hinter! Bus überladen. Suchten hier ein Hotel gemäss Reiseführer. Nach Irrfahrt herausgefunden, dass Hotel nicht mehr existiert. Danach Fahrt von Hotel zu Hotel: zu teuer, zu schlecht. Wieder am Busstand vorbei in andere Richtung. Zimmer gekriegt im Hotel Paradise für 110.- Rp. Scooter-Fahrer wollte schliesslich 20.-, gab Ärger und lange Diskussion. Wir gaben nach. Max verärgert. Aber Kaffee, Tee und gutes Essen im Zimmer konnten ihn etwas trösten.

8.1. Jaipur
Gestern «Aufstieg» zum Fort: Schöne Aussicht, Palast interessant. Weiter zum «weissen Tempel», der ein Sikh-Tempel ist und noch nicht ganz fertig gestellt. Schuhe ausziehen, Kopfbedeckung, Hände und Füsse waschen. Gebäude etwas kitschig.
Acht LKWs standen davor, «Reisebusse» einer Sikh-Schar.

Sikh temple in jodhpur
Sikh-Tempel in Jodhpur

sikhs in jodpur india

Sikh festival in jodhpur

In der Nähe ein Hindutempel. Etwa vierzig Sadhus sassen am Boden und erhielten Essen – wir auch. Dazu live-Tempel-Musik vor einem Opferstein, auf welchem ein Feuer brannte – mystisch und beeindruckend!

jodhpur temple
Tempel in Jodhpur

Kurzer Spaziergang zur Altstadt, dann Scooter-Fahrer gefunden für 10 Rp. Allerdings musste er später fragen, wo wir hinfahren und wunderte sich. Natürlich wollte er dann 20. Auch durch einen Spaziergang konnten wir ihn nicht abhängen, er wusste ja, wo wir wohnten! Natürlich dauerte es nicht lange, bis er an unserer Tür stand. Später kriegten wir seine Anfrage schriftlich in Englisch. Dieses Mal gewannen wir, doch war’s uns peinlich gegenüber den Hotelangestellten.
In Gwalior keinen einzigen Weissen gesichtet!
Heute um 6.30 Uhr Bus nach Jaipur. Express-Bus, genug Platz, alles ok!
Hier mit zwei Österreichern, Stefan und Christina (wollen nach ein Jahr lang reisen) zu Fuss zum Ever Green, dem Traveller-Treff. Echt toll, mit (Garten-) Restaurant, sauberes Zimmer (ausser Bettdecken) und WC mit weisser Dusche. Viele Weisse. Max lebte richtig auf. Ihm gefällt’s super!
Auf der Fahrt hierher sahen wir viele Pfauen, Geier und unzählige Kamele!

indian medicine man
Indische Medizin

11.1. Jaipur
Vorgestern mit Christina und Stefan im Palast der Winde, gemütlich, Zeit genommen, geshopt «nur» ein grosses Tuch.

palace of the wind Jaipur
Palst der Winde in Jaipur – bloss Fassade!

Jaipur camel in the street
Strassenszene in Jaipur

Street in Jaipur

Gestern wir zwei im Museum, Observatorium und eingekauft: Ohrringe, drei Ringe, zwei Seidenbilder, Kamel-Lederschuhe, einen Ring für Mutti (1’000.-). Sind mit unseren Einkäufen sehr zufrieden.
Jaipur wunderschöne Stadt. Fühlen uns wohl hier.

12.1. Ajmer
Gestern per Rikscha zum Palast der Winde, dann Bus nach Ajmer.

Fort Ajmer India elefants
Elefanten-Taxi zum Fort Ajmer

Elefants to fort ajmer

fort ajmer

fort ajmer

Toller Palast mit wunderschön verzierten Wänden und Decken (Spiegel).
Viele schöne, aber aggressive Affen (mit schwarzen Gesichtern). Drei Kalender gekauft. Nach kurzer Ruhepause im Hotel den Ring für Mutti abgeholt. Bei dieser Gelegenheit kaufte Max für seine Mutter auch einen mit goldenem Topas (875.-). Zertifikat gekriegt.
Anschliessend ins viert grösste Kino der Welt (2’500 Plätze). Wunderschöner «Palast», etwas kitschig, aber wie ein «Traumland». Vom Text natürlich nichts verstanden, aber dennoch mitgekriegt, worum es geht. Sehr viel Action und Unterhaltung (Musik und Tanz). Die drei Stunden – mit einer Pause – vergingen sehr schnell.
Heute mit den Österreichern gefrühstückt, dann Bus hierher (express, 2 ½ Std.). Viele LKW-Unfälle gesehen. Wohnen im Tourist Bungalow, Zimmer gross und sauber. Im Haus Restaurant, Bar und Lounge, richtig edel.
Nach einem grösseren Snack zu Fuss in die Stadt. Jain-Tempel mit imposanter Darstellung der Jainwelt. Riesige «Modellanlage» in Goldfarbe, lauter Paläste, Elefanten, Orchester, fliegende Figuren aus Elefanten, Schwäne, Pfauen mit je zwei Mann Besatzung – echt faszinierend. Dann weiter durch Basare. Zwei Silberarmreife gekauft. Danach durch enge Gassen mit wunderschönen Tuch-Shops, Schuhen, usw. Henna gekauft. Neue, bunt beleuchtete Moschee. Mit Pferdekutsche zurück. War toller Nachmittag!

14.1. Jodhpur
Sitzen gerade auf unserem Balkon in der sehr warmen Abendsonne bei Kaffee. Wunderschön, wenn auch etwas laut. Gerade geht’s, das Musikband wird scheinbar gewechselt.
Gestern fuhren wir von Ajmer in einer Viertelstunde nach Pushkar.

Lake of pushkar
See in Pushkar

Ruhige, enge Strasse, gesäumt mit Shops. Drei paar Ohrringe gekauft. Tee und Kuchen am Seelein. Schöne Sicht auf Ghats und weisse Häuser. Zurück in der Stadt machten wir einen Spaziergang durch den Basar zur Moschee. Gross, viel los, beeindruckend. Auch die zwei Reis-«Pfannen»: In der grösseren werden 4’480 kg Reis für Pilger gekocht.
Max hat Schuhe gekauft. Dann wieder mit Kutsche zurück.
Heute Bus-Fahrt hierher, alles reibungslos, auch Hotelsuche (Kalinka). Zimmer mit Dusche, allerdings 190.- (ohne 60.-). Gross mit zwei Tischen und drei Stühlen plus eben Balkon. Schön.
Sahen uns die Altstadt an. Schöne Häuser, enge Gassen mit schönem Basar. Leider mit Verkehr, störend. Blieben nicht sehr lange.

16.1.
Vorgestern Nachtessen hier im Hotel. Grosses Restaurant, Stil Rittersaal (gehört einem Engländer), grosse, weich gepolsterte Stühle, rote Tischdecken aus Stoff, einfach ungewohnt nobel, Silber-Tischgeschirr! Entsprechend die Preise, natürlich! Max hat wie immer gut gewählt: Lamm mit Spinat. Mein Curry mit Champignons und Sauerkirschen aus der Dose enttäuschten.
Gestern Post und Fortbesichtigung. Palast ist ein Museum, sehr beeindruckend. Wurde bis vor zwanzig Jahren vom Maharaja bewohnt: Empfangs-, Minister-, Tanz- und Frauenräume, Tempel, Schlafzimmer, usw. waren zu besichtigen. Waffen- und Elefantensammlung, Musikinstrumente und Zelt. Dazu herrliche Aussicht von den verschiedenen Balkonen auf viele blau bemalte Häuser. Deren Besitzer gehören zur Kaste der Brahmanen.

jodhpur blue houses of brahmanes
Blaue Häuser in Jodhpur der Brahmanen

19.1.
Am 16.1. abends Ankunft der Österreicher, gemeinsames Nachtessen.
Ausbruch des Krieges in Irak, im Radio gehört.

17.1.
Spaziergang in Park und Zoo. Schöne Anlage, aber wenige Tiere, die meisten Gehege verwahrlost. Museum ebenso.

18.1. Jaisalmer

Jaisalmer fort

Jaisalmer fort
Fort in Jaisalmer

Fahrt mit De-Luxe-Schnell-Bus hierher
Wunderschöne Wüstenstadt, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ruhig, sauber, enge Gässchen.
Heute Fort mit wunderschönem Jain-Tempel besichtigt. Tolle Herrschaftshäuser in der Stadt und am Lake ausserhalb.
Gerade packt Max den Rucksack für die morgen beginnende, vier tägige Wüsten-Safari. Wir freuen uns riesig!

25.1. Wüsten-Safari

camel safari jaisalmer
Start zur Kamel-Safari

camel riding
Kamelreiten macht echt Spass

Die Anspannung vor dem Aufstehen

So erhaben, entspannend und angenehm schaukelnd

rest in thar desert
Pause in der Wüste Thar

Christina und Stefan aus Wien

Pause für alle

Jeder Strauch verführte zum Snack

Desert Thar in India

Rast in einer Oase

Hoch zu Kamel mit viel Equipment, inkl. rohen Eiern

Darüber werde ich nicht allzu viel schreiben müssen, denn sie war ein eh unvergessliches Erlebnis!
Ritten vormittags jeweils um ca. 9 Uhr los. Nach ein- bis eineinhalb stündigem Ritt eine halbe Stunde Pause, dann eine halbe Stunde reiten, drei Stunden Mittagspause. Wir breiteten unsere Decken aus, legten uns in den Schatten, Tee und Essen (Chapati mit Gemüse, manchmal auch Reis) wurden serviert, dann lagen wir faul im Schatten und unterhielten uns gut. Zwei Österreicher, Stefan und Christina und zwei Schweizer aus Basel, Monika und Sandro. Mittags ca. eine Stunde Ritt, eine halbe Stunde Pause, dann Lagerfeuer, Essen und früh schlafen (mangels Licht und Brennholz). Sonnenaufgang aus dem Schlafsack erlebt, Tee und Frühstück ans «Bett» – hat alles gepasst!! Wir sahen auch einige Antilopen. Gestern kamen wir erstmals ins Schwitzen, ich war richtig heiss.

desert thar india
Wie auf der Rückreise Jaisalmer am Horizont auftaucht

26.1. Bikaner

Noch eine viertel Stunde Henna – was da wohl rauskommt! Gestern zwölf Stunden Bus-Fahrt durch die Wüste hierher! Heute Nationalfeiertag, mieteten einen Scooter mit Driver und sahen uns an: Fort, Museum des Maharadja-Palastes und Camelfarm. Das Fort wurde bis 1947 bewohnt. Wunderschöne Räume mit Holzschnitzereien und Goldmalereien. Schlafzimmer, Musikräume, usw. Echt schön. Natürlich fehlte auch die Waffensammlung nicht. 30 kg-Gewehre für Kamele, 50 kg-Gewehre für Elefanten, deutsche Helme aus dem ersten Weltkrieg, usw. Im Museum hauptsächlich Fotos, aber auch Kleider, Pässe, Spielsachen, Stühle, div. Gebrauchsgegenstände, Radio, Plattenspieler.
Morgen geht’s via Jaipur nach Sariska.

28.1. Sariska
Gestern lief nicht alles planmässig. Gemäss Auskunft vom Tourist Bungalows hätte es um 7.30 Uhr einen Bus nach Jaipur geben sollen. Schliesslich fuhren wir erst um 12 Uhr. Fast fünf Stunden am Bus-Terminal gewartet! Ankunft in Jaipur um 20 Uhr im Ever Green. Bloss noch zwei Betten im Dormitory gekriegt. Aber Vegi- bzw. Chicken-Steak zum Dinner hebten unsere Laune. Geschlafen haben wir auch ausgezeichnet. Heute Morgen tauschten wir im Hotel noch Checks und kauften gleich drei Paar Ohrringe, zwei Fingerringe und sechs Seidenschals.
12 Uhr Bus nach Sariska, Ankunft um 15.30 Uhr. Billigste Unterkunft Tourist Bungalow, doch wollten wir nicht wieder Dorm (20.-), günstigste Zimmer 175, gemäss Max muffig. Nahmen das Zimmer für 225.-!! Nicht übel, sogar mit Spannteppich!
Trafen im Bus ein Aussi-Paar, wohnen hier im Dorm, buchten gemeinsam einen Jeep für Nationalpark morgen.

30.1. Alwar
Um 7 Uhr Abfahrt im offenen Jeep. Sahen sehr viele Tiere: Wildschweine, Antilopen, Pfauen, Vögel, aber keinen Tiger. Sahen zwar viele frische Spuren und hörten ihn ganz in der Nähe, doch auch langes Warten nützte nichts – er liess sich einfach nicht blicken.
Nach dem Frühstück gingen wir zur Strasse. Schon bald kam ein Bus, aber überfüllt. Konnten auf dem Dach mitfahren, war herrlich. Nur 35 km bis Alwar.

Wenige Unterkünfte, können in einer staatlichen beim Bahnhof wohnen für 40.-. Zimmer gut, aber kein heisses Wasser und keinen Room Service.
Sind von den langen Reisen der letzten Tage etwas angeschlagen und faulenzen heute. Nahmen das «Philippinen Handbuch» zur Hand und versuchen uns auf den Kulturschock vorzubereiten.
Haben uns heute das Museum im City-Palace, am Fusse des Forts, angesehen. Vor allem gefielen mir die von Hand bemalten und beschriebenen Bücher. Fantastisch! Schöne Anlage.

2.2. Delhi
Alwar-Delhi mit Bahn, 1. Klasse, die sich von der zweiten kaum unterscheidet, lediglich ruhiger, da wenig Fahrgäste, 2 cm mehr Polster, viel mehr Platz für die Beine und Schiebetür zum Flur hin. Aber den Namen «1. Klasse» verdient es nicht.
In Old Delhi Scooter zum Connaught Place, Ringo voll, ein Typ von der Strasse bot uns ein Zimmer für 120.- an. Max ging begutachten, und wir nahmen es. Unser Zimmer ist ein Hinterzimmer eines Architekturbüros, ist allerdings ok. Mal was anderes in einem Privathaus zu wohnen. Sind in Janpath, sehr nahe Connaught Place und guten Billig-Restaurants. Haben sauberes Klo mit Schüssel, Badewanne mit Dusche – herrlich. Nach Zimmerbezug sofort zum GPO gefahren, war wie Weihnachten: vier Briefe! Zu Hause so weit alles ok, Mutti Augen-OP.
Danach duschen, Abendessen. In der Nacht wachte Max auf. Tisch und Stuhl vibrierten und schlugen gegen die Wand. Ich merkte nichts. Das Rätsels Lösung kam aus dem Radio am nächsten Morgen: Erdbeben 6.6 in Pakistan.
Gestern Flüge bestätigt, Offices liegen jeweils 200m von unserer Unterkunft – super! Dann «Hausrat»-Einkäufe: Klo-Papier, Waschpulver, Batterien, Gesichts-Crème, Henna. An Souvenirs nichts Tolles entdeckt.
Eben viel Wäsche gewaschen. Jetzt können wir noch in Ruhe zwei Talhis geniessen!

4.2. Delhi
Letzter Eintrag in Indien!
Gestern lange ausgeschlafen, gebummelt, Kochbuch gekauft, zwei kleine Seidenbilder und zwei grosse, Seidensari und Top. Seide gekauft und heute nochmals 10.5 m (à 70 Rp = Fr. 5.- bzw. 185 Rp = Fr. 12.- / sie liegt noch heute, 2018, in meinem Kleiderschrank. Kleidchen wurden daraus keine.). Max kaufte sich ein wunderschönes Seidenhemd. Sind mit unseren Einkäufen zufrieden, schöner Abschluss für Indien.

Indian Girl Child
Wie indische Mädchen benachteiligt werden

DM = 12.40 Rp