Albanien

Ich reiste am 17. Mai aus Kotor ein, Montenegro

1982, aus dem Jubiläumsmagazin «40 Jahre Globetrotter», zu bestellen unter: https://www.globetrotter.ch/uber-globetrotter/das-unternehmen/geschichte/formular-jubilaeumsmagazin

17. Mai

An der Grenze wieder aussteigen, Passkontrolle, Pässe werden vorerst eingezogen. Ich bin die einzige mit ID, Touristen aus Kanada, Brasilien, Norwegen, Asien, ….

Am Zoll, unter dem Dach, oben an jeder Stütze hat es ca. drei Vogelnester. Die wohl best bewachten.

Mir gefiel es sofort in Shkodra, orientalisches Ambiente.

Nachdem mich mein Studio im Gemäuer der Altstadt von Kotor an ein Verlies erinnerte , wohne ich nun im 6. Stock in einem 80m2 Appartement mit Balkon, Weitsicht, Luft, Licht – herrlich!

Fussgängerzone in Shkodra
Mit einer Kapazität von 6500 Personen ist die Saint Stephen Cathedral eine der grössten der Balkanstaaten.

Vor der Kirche wurde ich beinahe vom Konvoi hoher kirchlichen Würdenträgern überfahren. Kameramänner gingen in der Kirche in Position, Gläubige strömten hinein. Als die Würdenträger durch den Mittelgang einliefen, wurde gepfiffen und geklatscht. Etwas später der Einzug örtlicher Kirchendiener mit viel Weihrauch.

Auffahrt, 18. Mai – Besuch des Rozafa Castle
Der direkte Weg hätte 3.6km betragen, doch da nichts ausgeschrieben war, ging ich um den Berg. Ich sprach einen Mann an, der unterhalb der Burg wohnt und mich zum Glück gleich im Auto mitnahm. Irgendwann, … Google map online!!

Mit Blick auf den See

Den Brücken-Freitag genoss ich hauptsächlich auf meinem Balkon, akklimatisieren ans Meer.

Doch ein kurzer Spaziergang mit Ziel Coiffeur. Und tatsächlich, einen einzigen erblickte ich. Ein Schnitt für € 6.-, ohne waschen, aber föhnen.

Nach dem Spaziergang liess ich mir in der Fussgängerzone ein Stück Torte mit Cappuccino schmecken.

Als Abschluss des Dinners wollte ich ihn doch mal testen, den Arak. Für einen Euro konnte das ja kein grosser sein. Dann kam er im Trinkglas – sicher ein Dezi! Ich nippte nur etwas, so wirklich geschmeckt hat er mich nicht. Ich bleibe beim Ouzo.

Am Samstagmorgen noch einen Blick vom Balkon im 6. Stock auf das Theater von Shkodra und den Platz der Demokratie, am Nachmittag in Durres Aussicht vom 6. Stock aufs Meer.

Wie auf einem Dampfer!
Und sofort holte ich mir einen Aperol (ohne Spritz, der Barman kannte dieses Getränk nicht!) und legte mich auf eine der Liegen am Privatstrand meines Aparthotels.

Noch sind wenige Liegen aufgestellt, am Montag soll die Sandreinigungs-Maschine kommen. Für mich passt es so bestens.

Abends an der (autofreien) Promenade flanierend, wunderte ich mich über ein Feuer am Beach. Die defekten Sonnenschirme wurden verbrannt, Stühle und Liegen aus Holz.

Sonntagsspaziergang – den Strand alleine für mich.

Wo es so edel aussieht, müsste es doch Kuchen geben!

Mit zwei feurigen Augen verabschiedet sich die Sonne.

Vier Nächte am Meer, dann endlich aufs Meer – in der Nacht auf Donnerstag setze ich über nach Bari.

Ein leckerer Start in die neue Arbeitswoche.
Erster Strandspaziergang im Badekleid über Mittag und anschliessende Siesta.

Heute kein Bild, aber eine kleine Sensation: Ich wagte mich in die Fluten!

Zum Abschied einen frisch gepflügten Strand. Die Saison kann beginnen!

Letzter Tag und wieder eine neue Frühstücksvariante. Am Schönsten sind jedoch die Sicht auf Sand und Meer, die Stille am Morgen.

Was für ein Glück, ich kann mit der Hotelbesitzerin in die Stadt fahren. Sie holt wie jeden Tag ihre drei Töchter von der Schule ab. Die Jüngste, 6jährige in einem Vorort. Sie steigt aus, lässt mich alleine im Auto, den Motor laufen. Nach endlos scheinendem Stop and Go erreichten wir die Schule der beiden Älteren in Durres.
So kam ich zu einer Sightseeing-Tour, die Fahrerin zeigte und erklärte mir alles. Da mir noch viele Stunden blieben bis zum Einchecken auf der Fähre, sah ich mir die Sehenswürdigkeiten noch aus der Nähe an.
Das wichtigste Bauwerk liess ich allerdings aus: Das Amphitheater, einst Schauplatz von Gladiatorenkämpfen, fasste bis zu 20’000 Personen. Das grösste, je im Balkan gebaute.

Ein neues Kunstwerk auf einem Tunnel der Schnellstrasse
Die orthodoxe Kirche
Die Strandpromenade mit Restaurants, Park, Palmen, Denkmäler, …
Partisanendenkmal (2009)
Venezianischer Turm als Teil der Stadtbefestigung. Altes trifft auf Neues und Modernes.
Palmengesäumte Strasse
Hotel mit Spa
Ein weiterer Park im Zentrum mit Palmen, Bänken, Wasserspielen

Und dann hiess es Abschied nehmen von Albanien. Die Grenzformalitäten waren streng. Nach dem Durchleuchten des Gepäcks musste dieses an eine Wand gestellt werden. Dann kam tatsächlich ein Spürhund und beschnupperte die Koffer.

Meine erste Übernachtung auf einer Fähre. Ich war alleine in einer 4er Kabine mit Dusche/WC.
Sonnenuntergang im Hafen, ausgelaufen sind wir mit 45minütiger Verspätung gegen 23 Uhr.

Weiterreise nach Apulien, Italien