Von Galway nach Dublin

Von Galway nach Dublin

Galway zeigte sich von der regnerischen Seite. Entsprechend kurz fiel unsere Stadtbesichtigung aus. Auf dem Rückweg zum Hotel zog auch noch ein Gewitter über die Stadt.

Nach der Nacht im 4*-Hotel waren wir total erholt und gestärkt. Nach einem full Irish vegetarian breakfast eroberten wir gleich das Dunguaire Castle.

Die Küste faszinierte immer wieder und lockte zu kurzen Stopps.

Tagesziel waren die Cliffs von Moher. Wir wanderten und balancierten am Abgrund von einem Ende bis fast zum anderen und zurück, wohl etwa 10 km weit.

Das nächste Ziel, den Ring von Beara, wollten wir auf direktem Weg erreichen und checkten am Weg, in Rathkeale in einem traditionellen Hotel ein.

Wir fragten den Rezeptionisten nach den Hotspots im Zentrum. Er meinte, wir hätten es in zwei Minuten gesehen. Wir fanden jedoch ein Pub und gesellten uns zu den einheimischen Herren.

Unseren letzten Tag mit Mietauto genossen wir ausgiebig! In Killarney hielten wir nicht an, wunderten uns über die vielen Touristen, Pferdekutschen, Hotels, usw. Einzig der Wasserfall in der Nähe lockte zu einem kurzen Spaziergang. Der Nationalpark beeindruckt mit subtropischer Fauna, Seen, Bergen und einsamen Gegenden.

Ich hoffte, dass die Strasse des Rings of Barea in den letzten zwanzig Jahren mal verbreitert wurde. Damals schlitzten wir beim Ausweichen einen Pneu auf. Doch leider hat sich nichts geändert. Zum Glück hatten wir wenig Gegenverkehr! Kreuzen ist nicht möglich, es gibt immer mal wieder Ausweichstellen. Die Strasse ist sehr kurvig und unübersichtlich. Die Fahrt war entsprechend anstrengend, fast im Schritttempo.

Nach 40 Kilometern von 160 erreichten wir endlich einen kleinen Ort mit Café, Eyeries – wie froh ich war! So gut schmeckte ein Schoggikuchen selten!

Nach weiteren 30 km erreichten wir den äussersten Punkt der Halbinsel. Von dort verbindet eine Schwebebahn die Nachbarinsel Dursey Island. Sowas habe ich noch nie gesehen!

Als wir zurück auf der «Hauptstrasse» fuhren, wurde diese doch etwas breiter und übersichtlicher, bald sogar zu einer Schnellstrasse. So erreichten wir Cork zwar müde, aber fast ohne Verkehr. Die Hotels waren alle ausgebucht, doch eine Pizza bzw. Gnocchi mussten schon sein um die letzten Kilometer zu einem B&B zu schaffen.
Pünktlich brachten wir das Mietauto am nächsten Tag unbeschadet zurück. Wir fuhren 1’880 Kilometer. Mit dem ÖV-Bus fuhren wir in Dublins Zentrum, zum gebuchten Hostel mit typischer Einrichtung:

Meine Tochter kannte die Stadt ja schon und führte mich zu den schönsten Plätzen.

Beim Theater kauften wir spontan Karten für Riverdance. Sehr eindrücklich.

Das war unser letzter Tag in Irland. Am Donnerstag reisten wir nach Belfast weiter.

Spezielles zu Irland

Wisst ihr, warum hier Linksverkehr herrscht? Wir fanden dazu eine Erklärung:

Die Irländer sind sehr freundlich und hilfsbereit. Kaum blieben wir mal stehen und schauten uns um, fragte gleich jemand: Are you lost? Und schon kriegten wir Tipps für Restaurants oder wo wir das Gesuchte finden können.

Das Reisen ist sehr angenehm, alles funktioniert bestens, Autos sind wenige unterwegs, im Stau standen wir nie.
Hotels und Tickets werden online gebucht. Bahntickets kosten so scheinbar weniger als die Hälfte als am Ticket-Automaten. Dort wird das online gebuchte Ticket mit dem erhaltenen Code ausgedruckt.

Über das irische Essen kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich wann immer möglich weder Fleisch noch Fisch esse. Ein Vegi-Frühstück nach Art des Landes sah im 4*-Hotel so aus:

Ein irisches von der Menu-Karte:

Ansonsten genoss ich thailändisch, persisch, libanesisch oder indisch – es schmeckte jeweils köstlich und war relativ günstig.

Auffällig auf den Menu-Karten sind die vielen Nummern für jegliche Arten von Allergien. Praktisch überall werden vegane Menüs angeboten.

Preise

Die Auto-Miete fand ich sehr günstig, bei Bezahlung mit der «alten» Coop Supercard gibt es Rabatt. Der Benzinpreis entspricht in etwa jenem in der Schweiz.
Das Essen ist erstaunlich teuer, fast wie bei uns.
Für B&B bezahlten wir € 25.- bis € 99.- pro Nacht, im 4*-Hotel €145.-.
Da es hauptsächlich Natur zu bewundern gibt, bezahlten wir kaum Eintritte.

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