2021 Hamburg und Flensburg

Hamburg 3.-7.9.2021

Seit vielen Jahren steht diese Stadt auf der Liste meiner Reise-Wunschzielen ganz weit oben. Nun, nach acht Wochen reisen durchs Baltikum und Polen liegt Hamburg fast auf dem Heimweg.

Auf der Fahrt von Berlin beeindruckte mich die Weite, goldene Kornfelder, scheinbar grenzenlose Wiesen, majestätische Windräder, grosse Flächen Solarpanels – und dann das goldene Abendlicht, bis die Sonne blutrot am Horizont versank.

Am Samstag unternahm ich eine erste Erkundigungstour durch die Hafencity zur Elbphilharmonie.

Die Plaza der Elbphilharmonie kann besichtigt werden. Tickets sind kostenlos. Rolltreppen bringen die Besucher auf die Etage zwischen Backstein- und Glasbau.
Die schwierige Entstehungsgeschichte dieses Baus: https://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/Elbphilharmonie-Die-wichtigsten-Etappen,elbphilchronologie100.html
Die Planungen für die Elbphilharmonie in der Hamburger Hafencity reichen zurück bis ins Jahr 2001.Ursprünglich sollte das Konzerthaus im Herbst 2010 eröffnet werden und den Steuerzahler 77 Millionen Euro kosten. Letztlich verschlang der Bau 789 Millionen Euro. Am 11. und 12. Januar 2017 fanden die ersten Konzerte statt.
Die Architekten: Herzog & de Meuron, Schweiz.

Bei diesem Wetter bot sich ein Spaziergang entlang des Wassers an. Bei den Landungsbrücken reiht sich Restaurant an Restaurant, auf zwei Etagen. Von hier starten unzählige Hafenrundfahrten. Bei der Brücke 6, an der Seite zur Strasse, befinden sich die Lifte zum 426 Meter langen St. Pauli Elbtunnel. https://www.hamburg.de/alter-elbtunnel/
Der im Jahre 1911 eröffnete Alte Elbtunnel wurde gebaut, um den Hafen- und Werftarbeitern als Verbindungsweg zwischen den Landungsbrücken und Steinwerder zu dienen. Heute ist er eine Touristenattraktion. 

Beim Tunnelausgang nahm ich eine Treppe und gelangte auf die Reeperbahn im St. Pauli-Quartier.

Am Sonntag um 7 Uhr traf meine Freundin aus Zürich ein. Um 9.25 standen wir auf dem Fischmarkt, fünf Minuten vor Schliessung. Viel verpassten wir nicht, denn aufgrund von Corona fand der Markt lediglich draussen statt, nur 60 Stände waren zugelassen, Konzerte und Marktschreien verboten.

Über das nächste Ziel hatten wir noch gar nicht gesprochen, doch da der ÖV heute in Hamburg gratis ist, nahmen wir mal eine S-Bahn und stiegen spontan beim Rathaus aus. Was für ein wunderschöner Ort bei stahlblauem Himmel! Diese Weite.

Nebenan, auf der Brücke über die Alster fanden wir einen herrlichen Platz für den lang ersehnten Kaffee. Wie Ferien! Sonne, Piazza, Wasser, ….

Die Binnenalster faszinierte mich: Ein See mitten in der Stadt! In den Collonaden legten wir eine Snackpause ein.

Einmal die Strasse überqueren, und der Blick auf ein weiteres Naturjuwel bezeugt die Schönheit dieser Stadt.

Mit einem Eis in der Hand schlenderten wir zu einer Bank am Wasser und genossen die Sonntagsidylle, bevor wir einen Blick auf den „Dom“ warfen, der zu anderen Zeiten ein riesiger Rummelplatz zu sein scheint. Zur Reeperbahn führt auf der anderen Strassenseite ein weiterer traumhaft schöner Park. Da mussten wir nochmals eine Pause einlegen an einem Teich und die Fische, Enten und Blumen bewundern.
Auf der Reeperbahn und im St. Pauli war so wenig los wie gestern. Nicht unsere Welt. Doch ein feines Znacht im Maharaja war der perfekte Abschluss dieses entspannten Sonntags.

Die neue Woche begannen wir in der Sankt Michaelis-Kirche, dem offiziellen Wahrzeichen von Hamburg. Die Rettungsringe repräsentieren Spenden zur Überbrückung der Corona-Krise.

Sankt Michaelis

Dann gings zur Hafenrundfahrt. Unser Captain wusste viele spannende Geschichten zu erzählen aus seiner Zeit auf hoher See, als die Schifffahrt noch eine andere war und liess uns erahnen, welche Hightech die heutige Seefahrt steuert.

Die Uferpromenade zwischen Elbphilharmonie und Landebrücken
Die Elbphilharmonie vom Schiff aus
Dieses Containerschiffe hat eine Länge von 366 Meter – ein Standardmass.
Die Speicherstadt

Leider mussten wir unsere Reisepläne ändern. In den Norddeutschen Naturgebieten fanden wir keine freien Unterkünfte, zudem hätten wir alle 24 oder 48 Stunden testen müssen.

Flensburg 7.-9.9.

Letztlich fanden wir in Flensburg eine Wohnung, wo wir eine Zwischenstation auf dem Weg nach Dänemark einlegten. Was für eine schöne Altstadt! Die Fussgängerzone und Uferweg laden zum Flanieren.

Am zweiten Tag schlenderten wir durch Gässchen und Fussgängerzone zum Strandbad, auf dem Rückweg noch zum Covid-Test.

Mehrere Seile mit Schuhen waren über die Fussgängerzonge gespannt -Shoefiti?
Das Nordertor
Das Strandbad mit Blick auf Dänemark, rechts ein Schloss
Nach einem Cocktail in der gut besuchten Fussgängerzone gehen wir ein letztes mal hoch zur Unterkunft.

Die Weiterreise führt uns nach Dänemark: https://www.travel-memories.ch/daenemark

Corona
Am 3.9. musste ich von Posen kommend in Berlin umsteigen und dreieinhalb Stunden auf den Anschluss-Bus nach Hamburg warten. Ich bog ins ibis ein, dachte an einen Kaffee und arbeiten am Laptop. Den Negativ-Test zückte ich auf Verlangen. Sorry, ist vor ein paar Minuten abgelaufen. In Berlin sind sie nur 24 Stunden gültig. Das brachte mich ins Rotieren, denn so komme ich in Hamburg nicht ins Hotel. Ich ging zur Test-Station. Für Nicht-Citizen € 25.-. Und das jeden Tag? Ich beschloss abzuwarten. Ein Mann aus Dresden erzählte mir, dass er die vorherige Nacht draussen verbringen musste. Das Hotel liess ihn nicht ein, die Test-Centers waren bereits geschlossen. Er entschied, wieder nach Hause zu fahren.
Musste ich in Hamburg etwa erstmals im Leben eine Nacht auf einer Parkbank verbringen?
Doch offenbar gelten in Schleswig Holstein weniger strenge Massnahmen, und das Zertifikat sei 48 Stunden lang gültig . So checkte ich entspannt im Hotel ein. Der Rezeptionist konnte das polnische Dokument nicht ganz verstehen und fragte, wann ich den Test gemacht habe. Gestern. Dann gut. Später fand ich heraus, dass der Test in der Stadt Hamburg doch auch nur 24 Stunden lang gültig ist. Also jeden Tag zum Testen!

Das Testergebnis am zweiten Tag war grenzwertig. So musste ich noch zum Spucktest antreten. Noch eine neue Variante. Zum Glück negativ. Sonst ….. ????