Expo 2025 – Fuji – Tokyo

Anreise von:
https://www.travel-memories.ch/roadtrip-zu-den-inseln-im-sueden/

Motto der Expo: «Designing Future Society For Our Lives»

Besuch am 14. April – https://de.wikipedia.org/wiki/Expo_2025

Die Schweizer Fahne hinter der Schwedischen.
Das Maskottchen.

Der „Grand Ring“, ein riesiges kreisförmiges Holzdach, bildet das Herzstück der Osaka Expo 2025. Mit einem Umfang von 2 Kilometern und einer Höhe von bis zu 20 Metern schien er auf der künstlichen Insel Yumeshima in Osaka zu schweben. Er wird derzeit als die größte Brettschichtholz-Konstruktion der Welt gehandelt. Der „Grand Ring“ dient als Hauptpromenade des Expo-Geländes. Besucher können auf dem Dach spazieren oder darunter hindurchgehen, geschützt vor Regen und Sonne. Etwa 5.000 Lichtinstallationen erhellen den Ring, dessen Beleuchtung sich je nach Jahreszeit ändert.

Zuerst fuhren wir auf den Holzring um uns einen Überblick zu verschaffen.
Und schon blickten wir auf die erste musikalische und tänzerische Darbietung.
Die Pilger weckten das Interesse vieler Besucher.
Über das Wasser einen ersten Blick auf den Schweizer Pavillon in der Mitte, die weissen Kugeln.
Und gleich die zweite exotische klingende Darbietung.

Besuch des Schweizer Pavillons
Auf der Suche nach der richtigen Schlange zum Anstehen, traf ich eine Schweizer Vertreterin vom auswärtigen Amt, die ich nach dem Eingang fragte. Als Schweizer dürfen wir den Pavillon direkt betreten. Wir fragten nach dem Restaurant, da liess die Dame für uns gleich einen Tisch reservieren . Das war ja ein super Service!

Das Restaurant befindet sich in der obersten Kugel.
Gleich im ersten Raum ertönt die Schweizer Nationalhymne.
In diese Seifenblase konnten Wünsche platziert werden (an den Apparaten) .
Viele Besucher liessen sich mit Heidi fotografieren. «In einer immersiven Ausstellung mit dem Titel «Von Heidi zu Hightech» zeigt die Schweiz ihre Vielfalt und ihre Spitzenleistungen. Die Palette reicht vom grossartigen alpinen Erbe der Schweiz bis zu ihrem Status als globales Zentrum für Innovation und Hightech.»
Blick aus dem Restaurant.
Die Portionen wurden perfekt an Japan angepasst. Dieses Raclette wird auf der Speisekarte «to share» angeboten.
Den Chinesischen Pavillon besuchten wir später, nach dem Regen, als niemand mehr anstand.
Die Ausstellung war beeindruckend, in viele Bereiche eingeteilt, interaktiv, viel digital, tolle Videos. Erstaunt hat mich das nach meiner Reise durch China nicht mehr. Auch deren Stadt der Zukunft passt zu meinem Eindruck des Landes: Hier wird in grösseren Dimensionen und Zeiträumen gedacht und realisiert, wo andere noch planen.
Über diese Fassade rinnt Wasser.
Der Pavillon von Aserbaidschan.
Wunderschön, die Tänze der Inderinnen. Deren Pavillon ist noch im Bau.
Immer wieder eindrücklich, dieser Holzring.
Thailand verbindet hier Tradition mit Moderne. Das Haus rechts steht nur zur Hälfte, es spiegelt sich in der anderen Fassade.
Im roten Pavillon links präsentiert sich Japan.
Japan zeigt Smart Homes in Städten, in denen die Menschen hundert Jahre lang glücklich, reich und gesund leben werden. KI kontrolliert ständig die Körperfunktionen, stellt Rezepte zusammen, begleitet beim Yoga, usw.
Indonesien importierte ein Stück Urwald nach Osaka. Der Präsentator war sehr emotional, Natur, Kultur und Zukunft sind die grossen Themen.
In einem toll gemachten Film stellt ein geistlicher Mann die Geschichte der Welt mit Untergang und Erneuerung dar, teils in Videos, teils mit Schattentheater.

Als wir abends den Deutschen Pavillon besuchen wollten, war dieser geschlossen wegen des schlechten Wetters. Undicht? Immerhin war das Restaurant «Hofbräuhaus» offen.

Da nur noch eine Gabel im Glas stand, ass ich die Käsespätzlis mit den Sticks. Passt doch!

Zu Beginn sahen wir uns die Hallen an, in denen sich hauptsächlich «Entwicklungsländer» auf kleinen Flächen präsentierten, meistens mit Bildern, Videos und käuflichen Produkten.
Von den Präsentationen in den grossen Pavillons hatten wir oft den Eindruck, dass sich die Länder positiv darstellen, wie auf einer Tourismus-Messe, ihre Kultur und Sehenswürdigkeiten präsentieren und diese dann passend zum Thema beschrifteten. Oft konnten wir keinen wirklichen Zusammenhang erkennen.

Wir stellten auch fest, wie sehr wir uns an die asiatische Freundlichkeit gewöhnt haben, an das ständige Lächeln, die singende Melodie der Sprache, die edle Gestik mit den Händen, die Verbeugungen, das Winken – die Europäer wirkten auf uns kalt und streng.

17’800 Schritte sind wir gegangen! Am nächsten Tag war Ruhetag, vor der Weiterreise auf getrennten Wegen. Und so blieben wir bis zum Abend in unserem Zimmer, dann schafften wir es nur ins Haus nebenan zum Essen, beim Mc!

Der 14. April war der 200ste Reisetag meiner Tochter.

Fuji

Zum ersten Mal reisten wir mit einem Shinkansen, dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug. Es mischten sich Freude und Traurigkeit, denn nach einer Stunde Fahrt verabschiedete sich meine Tochter. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen. Wir werden uns wohl monatelang nicht wiedersehen, sie wird ihre Reise fortsetzen.

Mein erster Blick auf den Fuji aus dem Zugfenster.
Im Nagasaki Park in Fujikawaguchiko.

Fahrrad-Tour

Nach einem schlechten Kaffee und ohne Frühstück startete ich zur Tour.
Hier in der Höhe sind die Kirschbäume erst jetzt in voller Blüte – und auch andere Pflanzen. Eine Farbenpracht!
Auf diesen Hügel fährt eine Schwebebahn zum Panoramapunkt auf den Fuji. Ich blieb am See.
Ich fuhr weiter entlang des Sees. Immer wieder hielt ich an um den Fuji, die blühenden Bäume zu bewundern.
Besuch der Kawaguchi Asama Shrines.

Den berühmten Blick auf den Fuji von der Chureito Pagoda musste ich mir verdienen. Erst fuhr ich mit dem Rad durch einen 2.5 Kilometer langen Autotunnel (leicht bergab), dann gab es viele Stufen zu erklimmen bis zur Pagode. Immerhin musste ich nur ca. fünfzehn Minuten anstehen. Da stand auf einer Tafel: Ab hier 150 Minuten Wartezeit. Auf die Aussichtsplattform wird man gruppenweise zugelassen, für fünf Minuten. Die Leute in meiner Gruppe wollten diesen Ort gar nicht mehr verlassen, die Angestellten mussten lange mit dem Glöckchen läuten. Ja, bis da jeder sein Bild hat mit dem Berg und der Pagode im Hintergrund!

Noch nirgendwo sah ich so viele Kirschbäume und diese in voller Blüte. Traumhaft schön!

Leider musste ich durch den Tunnel zurück, immer leicht aufwärts. Für mich anstrengend.
Über die Brücke zurück Richtung Hostel. Doch verzehrte ich noch ein Sandwich am See. Wirklich gegessen hatte ich bis dahin nichts. Fürs Znacht kaufte ich mir gleich zwei Schalen «Trockenfood» zum Übergiessen.

Am nächsten Tag fuhr ich gleich zur Station um das Ticket für Tokyo zu kaufen, denn die Busse sind immer ausgebucht. Obwohl ich mich von Google Map leiten liess, fuhr ich falsch und landete am See. Also nicht weit vom französischen Bäcker. Das musste wohl so sein. Und dieses Mal hatte er tatsächlich geöffnet. Kaffee und Croissant geniess ich gleich vor Ort, Baguette, Quiche und Mandelgipfel nahm ich als Proviant mit.

Von dort wäre es nicht so weit zur Station gewesen, doch ich traute Google nicht und fuhr einen grossen Umweg. Immerhin hatte ich Bewegung. Mit meinem Picknick fuhr ich zu einem Park am See. Doch bald kam der Wind auf, und es wurde kühl.

Mietautos, die mir immer wieder während der Rad-Tour begegneten – wie in Disney World.

Ich fuhr früh zurück ins Hostel. In meinem Viererschlag war es noch immer dunkel, die Vorhänge der anderen Betten zugezogen. Ich holte bloss mein Buch und setzte mich in den gemütlichen Gemeinschaftsraum. Doch wie schon am Vortag, ist es hier sehr ruhig, die Anwesenden sind mit dem Handy oder Laptop beschäftigt. Im Zimmer war es zu jeder Zeit mucksmäuschenstill. Ich getraute mich kaum in meine Handtasche zu greifen, da jedes Rascheln stören würde. Gemeinschaftszimmer sind einfach nichts für mich, obwohl dieses und das Hostel total gut waren. Aber null Privacy, keine Gespräche und Totenstille sind kaum zum Aushalten. Immerhin liessen mich die gratis zur Verfügung stehenden Fahrräder zu einer Tour motivieren. Das war wirklich toll.

Da ich schon Zeit hatte, buchte ich meine letzte Unterkunft und zwei Flüge. Von Tokyo werde ich am 23. nach Seoul fliegen, von dort am 29.4. nach Zürich. Nach Hause zurückzukehren entschied ich am Vorabend. Ursprünglich wollte ich auf der Rückreise noch Kirgistan und umliegende Länder entdecken, doch dort ist es noch zu kalt. Taipeh habe ich gestrichen, weil es von dort keine Direktflüge nach Zürich gibt.

Und dann kaufte ich noch ein «halbes» Auto. Nachdem das Sharing-Auto meiner Freundin an Altersschwäche gestorben ist, schauten wir die Occasionen des Garagisten unseres Vertrauens auf dessen Website an. Zwei kamen in Frage, meine Freundin ging probefahren und kaufte das Gefährt gleich. Ich freue mich schon auf die erste Ausfahrt.

Am nächsten Tag verliess ich das «Geisterhaus» früher als nötig. Der Bus zur Station hält direkt vor dem Haus. Ich wartete wohl gegen dreiviertel Stunden lang, als ein älteres Paar aus dem Hostel kam und sagte, an der Rezeption hänge ein Fahrplan. Das Paar aus Kanada reiste bereits dreimal während einem Jahr. Dieses Mal besuchten sie vier Monate lang Thailand und nun drei Monate lang Japan. Sie beeindruckten mich.
Erst während dem Warten kam mir die Idee, dass ich am Vortag mit diesem Bus hätte die Sightseeing-Route machen können. Sie sei sehr schön, führt noch um einen anderen See.

Langes Warten an der prallen, sehr warmen Sonne mit Blick auf den Fuji.

Tokyo

«In Tokio, Japan, sind öffentliche Mülleimer relativ selten, da sie nach einem Giftgasanschlag auf die U-Bahn in den 1990er Jahren entfernt wurden. Dies geschah aus Sicherheitsgründen, um zu verhindern, dass Mülleimer als mögliche Aufbewahrungsorte für Sprengkörper oder andere gefährliche Gegenstände genutzt werden. Obwohl es in Japan keine öffentlichen Mülleimer gibt, ist die Stadt bekannt für ihre Sauberkeit. Die Japaner sind es gewohnt, ihren Müll mit nach Hause zu nehmen und ihn später an den entsprechenden Sammelstellen zu entsorgen. «

In nur zwei Stunden erreichte der Bus Tokyo Station. Auf der Autobahn und der zweispurigen Stadt-Strasse war kaum ein Auto unterwegs. Dies am frühen Samstagnachmittag! Sowas habe ich noch in keiner Stadt gesehen. Ich konnte hier wie auch schon in China keine oberirdischen Parkplätze entdecken. Bloss jene in kleinen in Zwischenräumen von Häusern, jeweils zwei bis etwa zehn Plätze, die selten gut belegt sind. Auch Parkhäuser sah ich nur wenige.

Mit der S-Bahn musste ich nur eine Station fahren und konnte dann in zwanzig Minuten mein Hotel erreichen. Dabei kam ich an einem Schrein vorbei.

Erste Essens-Suche-Tour. Leider nicht sehr erfolgreich.
Auf dem Rückweg! Zum Glück kam ich auch bei 7 Eleven vorbei um noch Essen zu kaufen.

Am nächsten Tag stürzte ich mich ins Gewühle.
«Die Shibuya-Kreuzung ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Tokios und ziert unzählige Filme, Zeitschriften und Blogs. In den Stoßzeiten drängen sich schätzungsweise alle zwei Minuten 1.000 bis 2.500 Menschen über die Kreuzung.»

Der mittlere Streifen ist 45m lang.
Was für ein Gewühl!

Meiji Shrine

Nach dieser Kreuzung schieben sich die Menschen auf dem Trottoir. Doch es werden immer weniger. Erst zog es mich zum Eingang des Meiji Gartens, doch kehrte ich um, da der Shrine abends geschlossen sein könnte.
Der Weg zum Shrine führt durch einen grossen Wald, und das mitten in Tokyo.

Endlich kenne ich die Bedeutung dieser «Rollen», welche ich schon bei vielen Shrines gesehen habe: Sake!
Ich besuchte mittlerweile einige Shrines. Heute vollzog ich erstmals die Riten. Beim Eingang: Hände waschen, Wasser zum Mund führen, nochmals Hände waschen. Am Shrine: Glocke gabs keine um den Kami zu rufen. Zweimal verbeugen, zweimal in die Hände klatschen, einmal verbeugen.
Unglaublich, dieser riesige Park und der grosse Wald mitten in der Millionenstadt!
Immer wieder kamen mir Gruppen von Mädchen mit diesen «Stangen» entgegen.
Auf dieser Wiese liess ich mich nieder und las mal wieder. Bänke gibt es ja kaum.
In diesem schicken Quartier mit Einfamilienhäuschen oder kleinen Mehrfamilienhäusern war ich fast alleine unterwegs. Die Querstrassen sind meistens so eng und kaum befahren.
Die Bäume sind typisch in Tokyos Gärten.
Am Strassenrand hat es fast überall Blumen. Entlang von grossen Strassen sind es oft Rhododendren, die jetzt blühen.
An der Kreuzung ändert sich das Strassenbild sofort.
Shinjuku Rathaus. Nachts werden die Türme mit Lichtbildern bestrahlt. Die beiden über 200m hohen Türme Nord und Süd bieten Aussichtsplattformen, gratis.
Beim Rathaus gibt es einen schönen Garten. An diesem (Oster-)Sonntag war die Gegend total verlassen. Eine moderne und schicke Umgebung!
Der Eingang zur U-Bahn. Endlos! In den Nischen rechts sind einige Geschäfte und Restaurants angesiedelt. Doch Werbung gibt es keine, nicht mal der Name des Geschäftes ist ausgeschrieben.

Es fiel mir in China und Japan jeden Tag positiv auf: Keine Aussenwerbung (ausser an Orten wie auf dem Bild unten), keine TVs, keine Nachrichtensendungen. Putin, Trump, Krieg, Sport, Wetter, … unsichtbar!

Dann kam ich beim Bahnhof ums Eck des Hotels an und staunte, was da los war! Markt, Restaurants, Einkaufszentren, Shops, …. und ich fand einen Inder! Endlich mal wieder gut gegessen und (fast) satt geworden.
Der Eingang zum Kaiserpalast in einem rieisgen Park im Zentrum beim Hauptbahnhof.
Am Montag geschlossen, was ich wusste.
Ich steuerte den Nationalgarten gleich neben dem Kaiserpalast an, nahm ein Buch mit und ein Sandwich, stellte mir eine schöne Rast auf einem schattigen Bänkchen vor. Doch die Tafel sagt mir: Keep out!
Ich ging weiter zu einem angrenzenden Park. Fast zu heiss schon in der Sonne.
Steinwüste am Rande des Gartens. Ein Schild verbietet Rennen und Radfahren. Ich wunderte mich, dass der Kieselplatz jenseits des geteerten Streifens in der Mitte betreten werden darf. Zumindest sah ich kein Verbotsschild.
Zum Park überquere ich eine Strasse. Wie auf dem gesamten Weg hierher sehe ich kaum Autoverkehr an diesem Montagnachmittag. Und das in der grössten Stadt der Welt mit 37 Millionen Einwohnern im Ballungsgebiet.

Zum Autoverkehr in Tokyo fand ich im Internet folgende Erklärungen:
«Ein Grund dafür, dass in Tokio weniger Autos rollen als anderswo, sind Regulierungen. Wer ein Auto anmelden will, muss in seinem Wohnbezirk einen Beweis erbringen, dass es für das Fahrzeug auch einen festen Parkplatz gäbe. Die Regel stammt aus dem Jahr 1962, einer Zeit, als die Straßen Tokios noch anders aussahen. Ähnlich wie Deutschland erlebte Japan in der Nachkriegszeit ein „Wirtschaftswunder“.
«Japans große Ballungsräume um Tokio, Osaka und Nagoya sind an ein hocheffizientes öffentliches Verkehrssystem angebunden. Daher besitzen viele Einwohner kein Auto oder nicht einmal einen Führerschein.»

Nur selten sah ich jemanden bei Rot über den Fussgänger gehen. «In Japan warten die Menschen selbst mitten in der Nacht, wenn keine Autos unterwegs sind, auf Grün, um die Straße zu überqueren.»
Die Bussen sollen sehr hoch sein, doch Polizei habe ich in diesem Land noch fast nie gesehen. Die Japaner sind korrekt.

Im Pärkchen ass ich nur kurz mein Sandwich, die wenigen Bänke standen in der Sonne.
Hier hoffte ich nach zwei Tagen endlich einen Abfalleimer zu finden, doch es ist die «Smoking Area».

Auch ohne Abfalleimer ist es in Japan überall blitzsauber. Ich sah noch nie eine Strassenreinigung.

Mittlerweile bekunde ich Mühe mit diesem Japan, das so sauber, ruhig, kontrolliert, geordnet ist. Es fehlen mir Strassencafés, Fussgängerzonen, fröhliche Menschen, spielende Kinder, Lebensfreude.

Ich ging weiter zum nächsten Bahnhof um zum Tokyo Skytree zu fahren.

«Der Tokyo Skytree ist ein 634 Meter hoher Fernseh- und Rundfunksendeturm in der japanischen Hauptstadt Tokio. Er wurde am 22. Mai 2012 eröffnet. Er ist der höchste Fernsehturm und nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem Merdeka 118 in Kuala Lumpur das dritthöchste Bauwerk der Erde.»

Ein Schiffshaus? Links daneben stand ein riesiger, gewölbter Spiegel für Selfies mit dem Skytree im Hintergrund.
Auf dem Weg zum Asakusa-Shrine kam ich direkt unter dieser Skulptur am Sumida-Fluss vorbei.
Eine Shopping-Meile führt zum Shrine.
Selbst in der Touristenzone fand ich kein Restaurant für meinen Geschmack bzw. sie waren noch geschlossen.
Um nicht wieder lange mit Google zu suchen und weit zu gehen, holte ich fürs Picknick am Fluss beim Burger King Pommes, einen Cäsar-Salat und Chocolate Sundae. Zum Glück hatte ich für später noch eine Miso-Suppe im Zimmer.
Überall blüht’s!
Kurz vor dem Hotel stach mir dieses alte Haus mit Antiquariat ins Auge – wie aus einer anderen Zeit!

Mein letzter Tag in Japan. Ich mache mich auf den Weg zum Ueno-Park.
«Der Ueno-Park ist einer der fünf ältesten öffentlichen Parks Japans. Er ist vor allem für seinen Ueno-Zoo, seine zahlreichen Museen und die spektakuläre Kirschblüte im Frühling bekannt. Der Park wurde 1873 eröffnet. Sein offizieller Name lautet Ueno Onshi-Koen, was so viel bedeutet wie „Kaiserlicher Geschenkpark von Ueno“.

Nochmals durschritt ich das Tor beim nahen Shrine.
Einen Obdachlosen oder Bettler sah ich noch nie in Japan. Wohnt da etwas jemand? Perfekt aufgeräumt sogar dieses Hab und Gut. Auf dem Rückweg sah ich unter dem Schirm Hände aus einem Teller essen. Ob essen in der Öffentlichkeit verboten ist? Ich ass trotzdem schräg gegenüber mein Sandwich. In der Bahn ist sogar Kaugummi verboten.
Doch zuvor fand ich am Bahnhof tatsächlich ein Café/Restaurant. Die Menüs überzeugten mich nicht, also wählte ich Schokoladenkuchen mit Vanilleeis. Schokoladenkuchen können sie in Japan!!
Während ich Kaffee und Kuchen genoss, kamen wohl hunderte Schüler und Studenten aus dem Bahnhof, wie immer schick gekleidet. Die meisten gingen in Zweiergruppen hinter der Lehrperson her, die ein Fähnchen mit Nummer in die Höhe hielt.
Viele besuchten den nahen Zoo.
Im Park entdeckte ich die ersten Strassenmusikanten. Auf dem Schild steht: 11.30 – 13.00 Uhr. Pünktlich verliessen die Damen den Ort, während gegenüber ein Cello-Spieler sein Konzert eröffnete.

Meine Abreise von Tokyo verlief nicht ganz nach Plan. Als ich aus dem Hotel kam, regnete es. Damit rechnete ich keine Sekunde! Also kramte ich den Schirm hervor und die Regenjacke. Die Halbschuhe waren auch nicht ideal, doch ich fand mühelos in zwanzig Minuten zum Bahnhof, da ich den Weg schon mehrmals ging. Von hier gibt es zum weit ausserhalb gelegenen Airport eine Direktverbindung. Sonst hätte ich auch die Station gleich neben dem Hotel nehmen können. Ich konnte das Ticket zu meinem Ziel am Automat kaufen. Das gelang mir oft nicht, denn durch die riesigen Bahnhöfe fahren meistens verschiedene Linien von verschiedenen Betreibern, die jeweils ihre eigenen Tickets und entsprechend unterschiedliche Eingänge hatten. Manche Eingänge sind bloss passierbar, wenn man schon ein Ticket hat. Das ganze System war für mich verwirrend. Doch zum Airport war ich erst gut unterwegs. Bloss fuhr die direkte Linie tatsächlich in einem anderen Bereich. Hätte ich den aktuellen verlassen, was auch einen weiten Weg bedeutet hätte, wäre das relativ teure Ticket verloren gewesen. Also fuhr ich vier Stationen in die Gegenrichtung zum Hauptbahnhof. Dort war am Boden gross und in roter Schrift der Weg zum Airport Express angeschrieben. Es gibt noch einen Skyliner, der doppelt so teuer ist, aber ich hatte ja Zeit. Der Expresszug war recht chic, ich setzte mich rein. Und dann kam tatsächlich ein Schaffner, dem ich den vollen Preis für diese Linie bezahlen musste, da mein Ticket, von einem anderen Betreiber, nicht angerechnet wurde. Ich ärgerte mich, denn für dieses Geld hätte ich die Sache einfacher haben können.
Beim ersten Halt beim Gate 3 stieg ich aus. Über 500 Meter zeigte die Tafel bis zum Gate. Bei der Gepäckaufgabe scheiterte ich am Gewicht des Koffers. Beim Ticketkauf entging mir nicht, dass nur 15 kg frei sind. Normalerweise muss für das Übergewicht bezahlt werden. Doch hier war das nicht möglich. Also musste ich den Koffer öffnen und einige Dinge in den Rucksack und die Handtasche packen. Wie peinlich! Es blieben 15.9 kg. Doch der nette Herr, der sich freute, dass ich aus der Schweiz bin, drückte ein Auge zu. Schwer bepackt ging ich Richtung Security Check als ich las, dass es nach diesem kein Restaurant gibt. Also noch Essen finden. Es gab einen Bereich mit diversen Restaurants, doch bei drei angefragten gab es kein Vegi-Menü. So kaufte ich mir bei Lawsen ein Sandwich.
Am Gate wartete ich bloss noch darauf, dass das Handgepäck gewogen wurde, denn mehrere grosse Tafeln wiesen auf die maximalen zehn Kilos hin. Immerhin gab es nicht noch eine Kontrolle. Aber ich war nur noch froh, dieses Tokyo verlassen zu können. Am liebsten wäre ich gleich nach Hause geflogen.

Weiterreise am 23. April nach Seoul:
https://www.travel-memories.ch/2025-seoul-suedkorea/